Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Der Freitagsfund: Holzspielzeug von Kay Bojesen

Was für uns das Kuscheltier von Steiff ist, das ist für die Dänen das Holzspielzeug von Kay Bojesen. Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der dänische Designer weltbekannte, hochwertige Tierfiguren aus Holz, die seitdem von einer Generation an die nächste weitervererbt werden. Wie unsere Steiff-Teddys avancieren die Holzbären und Holzaffen inzwischen als gesuchte Kult- und Sammlerojekte. Die dänische Rosendahl Design Group entschied sich darum im Jahr 2011 einige der Entwürfe von Kay Bojesen unter seinem Namen wieder auferstehen zu lassen. Mittlerweile gibt es getreue Repliken vom Nilpferd, Dackel, Hasen, Bär, Elefanten und natürlich Affen wieder zu haben.

Kay Bojesen wurde am 15. August 1886 in Kopenhagen geboren und absolvierte in seiner Jugend zunächst eine Lehre als Silberschmied bei Georg Jensen. Im Anschluss an einen Abstecher nach Deutschland arbeitete der Däne als Silberschied in Paris und eröffnete 1913 schließlich sein eigenes Geschäft in Kopenhagen. Von diesem kleinen Laden aus belieferte Bojesen 26 Jahre lang die ganze Welt mit hochwertigem Holzspielzeug, mit Hunden, Elefanten, Nilpferden, Papageientauchern, Singvögeln, Bären, Affen, Kaninchen und Schaukelpferden. 1942 entwarf Kay Bojesen die farbenfrohe königliche Leibgarde, die mit ihren Trommeln, Fahnen und Gewehren noch heute in vielen dänischen Kinderzimmern Wache stehen. Bis 1928 sind die Arbeiten des Dänen übrigens vom typischen dänischen Jugendstil geprägt, später verschrieb er sich eher dem funktionalistischen Stil, entwarf sein Holzspielzeug aber immer mit viel Liebe, Fantasie und Intelligenz. Jedes Holztier sollte wirken, als sei es aus Fleisch und Blut.
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Vor allem Kay Bojesens Affe aus Massivholz ist weltberühmt und nach wie vor sehr beliebt; zum Leben erweckt wurde er im Jahr 1951.

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Der aus Wallnussholz gefertigte Dackel erschien erstmal im Jahr 1934, das Kaninchen (1957) und das Nilpferd (1955) aus Eichenholz wurden von Kay Bojesen als Stifthalter verwendet.

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Kay Bojesens Bär aus dem Jahr 1952 besteht aus Eichen- und Ahornholz. Die hervorragende Verarbeitung und das hochwertige Holz bescheren Spielspaß über Generationen.

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Seit kurzem lässt auch das Christkind aus den 1940ern wieder Kinderherzen höher schlagen, neu ist der Sack und der Wanderstock. Die Figuren kosten zwischen 80 und 120 Euro. 

Bild-Credits: Reuter.de

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4 Kommentare
  • Sonia sagt:

    in den 60ern waren diese Affen beliebte Mitbringsel für Teenager Parties – ganz sicher gabs das eine oder andere Tier von Kay Bojesen in meiner Familie. schön, daß es sie immer noch, resp. wieder gibt!

  • Sybille sagt:

    Oh ja – den Affen hatten wir auch! Großartig, wie zeitlos dieses wunderbare Design ist.

  • Horst sagt:

    Sehr schöne Geschenkidee! Der Affe hängt bei uns seit ein paar Jahren an einem Stringregal rum, es gibt sogar ein Reparaturset, da die Arme bzw. Beine mit Gummibändern gehalten werden und das Gummi nach ein paar Jahren porös wird …
    Sehr schön sind übrigens auch die Vögel von Kristian Vedel

  • Horst sagt:

    … und der Dackel ist ja geil! I love!!

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