Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Funktionsbekleidung von Haglöfs

Wie ich Euch bereits in meinem letzten Outfitpost berichtet habe, war ich am vergangenen Wochenende in Nordtirol Bergsteigen. Und da ich leider feststellen musste, dass sich in meinem Kleiderschrank kaum „Funktionsbekleidung“ befindet, werde ich mich in nächster Zeit etwas intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Im Freitagsfund stelle ich Euch heute das schwedische Outdoorlabel Haglöfs vor – das Größte seiner Art in Skandinavien und Trendsetter im Sportbereich. Außerdem geht’s um den Unterschied zwischen Soft- und Hardshell.

Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Freund von Synthetikfasern wie Polyester und Polyamid. Für bestimmte Sportarten wie Joggen, Skifahren und Bergsteigen ist eine gute Funktionsbekleidung jedoch unerlässlich. Natürliche Fasern wie Baumwolle und Wolle sind zwar angenehmer auf der Haut zu tragen, wenn Ihr jedoch einmal nass geworden seid, werden diese Stoffe schwer und benötigen sehr lange um zu trocknen. Im Schnee sind sie deshalb sowieso nicht geeignet. Außerdem schränkt Alltagsbekleidung wie eine Jeans beim Sport in der Bewegungsfreiheit ein. Ich habe Euch oben eine Hose aus Softshell, eine Jacke aus Hardshell sowie eine kuschlige Fleecejacke vom schwedischen Outdoorlabel Haglöfs zusammengestellt.

Stoffe aus „Softshell“ sind wasserabweisend, winddicht, atmungsaktiv und eignen sich perfekt für’s Bergsteigen oder ausgiebige Radtouren. Im Gegensatz zu „Hardshell“ rascheln diese Funktionsmaterialien nicht, sind dehnbarer und sorgen damit für eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Haglöfs ist vor allem für seine leichten, universell einsetzbaren Wander- und Trekkinghosen aus Softshell bekannt. Hardshell-Materialien werden vor allem für Regenjacken verwendet, da sie extrem wetterfest sind. Sie bestehen aus bis zu drei laminierten Schichten und rascheln wie Folie. Vor allem die hochwertigen Hardshell-Varianten sind mit einem Preis zwischen 400 und 500 Euro nicht ganz günstig. Erwerben könnt Ihr sie z.B. beim Ottoversand.

Bild-Credit: Ottoversand

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7 Kommentare
  • Sol sagt:

    Gute Funktionsbekleidung ist unbezahlbar – ich spreche aus Erfahrung, da ich beruflich ausschließlich draussen unterwegs bin! Klasse Qualität zu fairen Preisen gibt´s übrigens bei Engelbert Strauss, seit kürzerem auch in Damenschnitten. Ähnlich wie bei herkömmlicher Mode bin ich auch bei Funktionskleidung nur bis zu einem gewissen Grad bereit, für den Namen mitzuzahlen.

    Ich habe eine Saison in einem patagonischen Naturreservat gearbeitet. Dort fielen die deutschen Touristen grundsätzlich durch überzogen teure, neue und bunte Outdoorkleidung auf – weniger allerdings durch Sportlichkeit und Freundlichkeit. In eine ähnliche Richtung geht meine persönliche Beobachtung, dass die Hobbyläufer, die am meisten schnaufen und pusten, immer die teuersten und besten Funktionskleidungsstücke haben.. ;)

  • Lauren sagt:

    Super Thema!
    Das ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i bei eurem Ladyblog:)!
    Sowas hat noch gefehlt. Ich selbst liebe tolle Funktionskleidung für den Sport, draußen und drinnen, aber auch im Alltag ziehe ich mal ganz gerne Funktionssachen an, wenn ich z.B. auf den Weihnachtsmarkt gehe ziehe ich ein muckliges fast unsichtbares Coldgear longsleeves von UnderArmour an. Perfekt!
    Bitte mehr zum Thema Sport, Funktionskleidung etc… :)

  • Dani sagt:

    Liebe Sol,

    mir ist vor allem aufgefallen, dass meine Freundin und ich die einzigen waren, die überhaupt in Jeans und Wollpulli unterwegs waren, alle anderen waren perfekt ausgestattet. Für mich war immer das Schuhwerk das Wichtigste, aber es wird wohl Zeit, dass ich auch mal in Funktionswäsche investiere. Welche Firmen kannst Du denn empfehlen? Jack Wolfskin habe ich jetzt mal extra nicht vorgestellt…

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Sol sagt:

    Dani, da scheinst du ja kleidungstechnisch ähnliche Beobachtungen gemacht zu haben wie ich :)

    Funktionswäsche haben alle bekannten Sport- und Outdoor-Hersteller im Programm, da kommt es nicht so darauf an, ich verweise nochmal auf Engelbert Strauss (für Outdoor allgemein, nicht nur Funktionswäsche), Craft ist auch ganz gut. Aber ganz ehrlich: die von Tchibo ist gerade für „Gelegenheitsträger“ super. Ich trage Funktionswäsche etwa von September bis Mai täglich, damit ich möglichst spät meine dicken Winterjacken rausholen muss, in denen man immer so furchtbar unbeweglich ist. Ich habe eine Tchibo-Garnitur gerade im dritten Jahr und so langsam gibt sie nach. Bei „Gelegenheitsgebrauch“ kannst du sie mit ins Grab nehmen…

    Ich achte beim Kauf weniger auf den Hersteller, sondern darauf, dass die Sachen auch bei 60°C gewaschen werden können. Das ist mir lieber, gerade wenn man mal ziemlich geschwitzt hat (wofür die Wäsche ja da ist…). Manchmal gibt es welche mit Fleece-Einsatz (z.B. am Rücken), das ist eher was für lange, wenig anstrengende (=wenig schwitzen) Tätigkeit bei richtiger Kälte (Glühwein verkaufen, Skifahren mit langen Liftwartezeiten…). Bei viel Bewegung (also beim Wandern) meines Erachtens nicht nötig, egal wie kalt es ist.

    Vielleicht mag es manchen nicht klar sein, aber gerade wenn es kalt ist und die Wäsche ihren Zweck erfüllen soll, muss sie direkt auf der Haut getragen werden (BH und Höschen düfen selbstverständlich drunter, aber bitte auf ein Unterhemd o.ä. verzichten!). Nur so hält sie einen warm und (ganz wichtig!) trocken. Ist im Grunde das gleiche wie die Abschwitzdecke auf dem Pferd, die primär die Feuchtigkeit abtransportiert und nur sekundär auch ein wenig wärmt.

    Häufig gibt es (ziemlich teure) Modelle mit Merino-Wolle. Hab ich noch nicht getestet, da ich eben damit nicht wandere (ausser im Urlaub natürlich!), sondern arbeite und da auch mal was kaputt geht – auch durch die Hose durch, dafür wäre mir die teure Merino-Wäsche zu schade. In der kühleren Übergangszeit („Pulloverwetter“) komme ich mit dem Oberteil allein quasi als Longsleeve getragen sehr gut klar, das verringert aber natürlich die Lebensdauer. Die meisten sind ja schlicht schwarz, das fällt nicht auf, wenn sie „so“ getragen werden.

    Noch ein Wort zu Merino: Ich hatte mal Merino-Socken, die waren ein Traum (von Woolpower). Allerdings völlig anders zu handhaben als Kunstfasern; auf längeren Trekkingtouren sind sie super, da sie nicht anfangen zu müffeln – jedes Waschen schadet ihnen sogar! Das mag gewöhnungsbedürftig klingen, und im Alltag würde ich das auch nie machen. Aber für längere Touren, auf denen jedes Gramm im Gepäck zählt, sind sie klasse. Da ziehen die Vorzüge der Wolle als Naturprodukt.

  • Dani sagt:

    Liebe Sol,

    vielen Dank für Deine tollen Tipps! Jetzt interessiert mich aber brennend, was Du beruflich machst? Ich beneide Dich auf jeden Fall dafür, dass Du so viel in der Natur unterwegs bist!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Julia sagt:

    Ich liebe meine lila Haglöfs Regenjacke!
    Haglöfs ist übrigens auch deshalb so toll, weil sie der Fair Wear Foundation beigetreten sind, ebenso wie zahlreiche weitere Outdoorbekleidungsanbieter, z.B. Jack Wolfskin, Odlo, Mammut und Schöffel (http://www.evb.ch/p20476.html).

    Liebe Grüsse
    Julia

  • Sol sagt:

    Liebe Dani, ich bin gelernte Landwirtin und momentan auf einem größeren Milchviehbetrieb angestellt, und ich würde niemals etwas anderes machen wollen!
    Natürlich muss man Abstriche machen, und im Winter bei -10°C morgens um 5.30 Uhr im Schneesturm draussen die Kälber zu füttern ist definitiv kein Zuckerschlecken. Aber ein Sommermorgen im Juni zur gleichen Uhrzeit ist traumhaft! Und ganz nebenbei spart man sich das Fitnessstudio ;)

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