Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch von Lisa Birnbach

„Okay, now where were we?“fragen sich Lisa Birnbach und Cip Kidd 30 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Official Preppy Handbook. Es hat sich viel geändert. Der Prepster von heute muss sich mit Internet und Blackberry, Synthetik-Fleece und homosexuellen Ehen auseinandersetzen. Vieles jedoch bleibt: Die Liebe zur Familie und zum Hund, zum Sport und zur Kleidung von Brooks Brothers. Ein Update des Offiziellen Preppy-Handbuchs!

Von der Preparatory School in die Ivy-League

Der Begriff „preppy“ ist in Deutschland nicht sehr geläufig. In den Staaten kennt ihn allerdings jedes Kind. Er wurde geprägt von Schülern der amerikanischen „Preparatory Schools“. Diese Privatschulen bereiten ihre Schüler auf die Aufnahme an den Elite-Unis der sogenannten Ivy-League vor. Zu den großen Acht gehören: Harvard, Yale, Princeton, Dartmouth, Columbia, Penn, Brown und Cornell. Die Schüler der Preparatory Schools stammen meistens aus wohlhabenden Elternhäusern. In den altehrwürdigen, mit Efeu bewachsenen Gemäuern der Ivy-League Universitäten kleidet und gibt man sich darum auch vor allem konservativ und pflegt das Understatement, Protz ist verpönt.

Sport prägt das Preppy-Lebensgefühl

In den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schlossen sich die acht amerikanischen Universitäten zusammen um eine Football-Liga zu gründen: Die Ivy League. Knapp zehn Jahre später dehnten sie ihr Kräftemessen auf den gesamten Hochschulsport aus. Die typischen Prep-Sportarten sind der Reitsport, Ski, fechten, jagen, rudern, Tennis, Golf, Hockey, segeln, Rugby, Lacrosse, Krocket, Squash, Polo, Cricket und Ballett. Sport gehört zu den wichtigsten Merkmalen des Prep-Lebensgefühls und prägt auch maßgeblich den Preppy-Stil: Faltenrock, Chinohosen, Blazer, Rugby-Shirt, Pullunder und Poloshirt. Doch nicht nur die Kleidung verbindet die Subkultur der Preppies.

True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Reitsport True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Monogramme

True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Schulen

Der Klassiker: Das Offizielle Preppy Handbuch

Preppies haben ihr eigenes Vokabular, ihren eigenen Akzent und vor allem ihre Etikette. In Jugendfilmen wie Sixteen Candles und The Breakfast Club wird ihr Verhalten charakterisiert. Der Knigge des Preptums und mittlerweile ein absoluter Klassiker ist allerdings das Offizielle Preppy Handbuch von Lisa Birnbach. Die Autorin und Privatschule-Alumni veröffentlichte das Kultbuch in den 1980 und löste damit einen regelrechten Preppy-Hype aus. Birnbach thematisiert das Verhalten und das Lebensumfeld der WASP (White Anglo-Saxon Protestants). Bei ihnen handelt sich in der Regel um eine geschlossene Gruppe der amerikanischen Oberschicht.

Der Nachfolger von 2010: The True Prep

Meistens mit einem protestantischen Hintergrund und britischer Abstammung leben Preppies an der US-Ostküste Neu-Englands. Die Gruppe ist sehr gut ausgebildet, sozial und gut vernetzt. Obwohl Birnbach sich selbst zum Prepdom bekennt, klingt zwischen den Zeilen immer Humor hindurch. Und so setzt sich auch der Nachfolger aus dem Jahr 2010 The True Prep: It’s a Whole New Old World immer mit einem Augenzwinkern und auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise mit dem Prep-Phänomen auseinander. Die Preppy-Frau steht heute immer noch zwischen der sanften Erhabenheit einer Grace Kelly und stählernen Gutherzigkeit einer Jackie Kennedy.

True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Der Eingangsbereich

True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Die Haare der Lady

True Prep – Das Neue Offizielle Preppy Handbuch: Casual Friday

Mit Blackberry im Country-Club

Statt eines Lacrosse-Schlägers trägt sie allerdings inzwischen einen Kaffeebecher und ein Blackberry in der Hand. Lisa Birnbach nahm zusätzlich zu den Brooks Brothers das Modehaus J. Crew als offiziellen Prep-Ausstatter in die Stillektüre auf. Zum Prep-Vorbild Caroline Kennedy gesellt sich Michelle Obama. Die Prep-Lady sorgt nicht mehr nur für die Familie sondern arbeitet mittlerweile als Innenausstatterin, Dozentin oder Yoga-Lehrerin. Der konservativer Prepster von heute pflegt den alten Ethos, den Familienstolz, redet niemals über Geld, liebt seinen Hund und Country-Clubs. Zugleich ist er jedoch modern, international und liberal. Unbedingt und immer wieder lesenswert!

MEHR ZUM THEMA:


4 Kommentare
  • Pingback: Shirt 101 Blog
  • Tanja sagt:

    Ich werde mir das Buch auf jeden Fall holen :D :D
    Sehr gute Themen habt ihr hier und ich schaue regelmäßig vorbei. Ich wünschemir nur etwas mehr zum Thema Prep.

    Lg Tanja ♥

  • Preppy Ole sagt:

    We are preppies, always preppies.!

    auf http://www.holypreppy.com koennt Ihr eine preppy Brand sehen. das label ist seit dieser Saison in Expansion in Nordeuropa und deutschland, kann aber ueber den onlineshop erreicht werden. Internetseite soll in 10 Tagen auch mehrsprachig sein.

    Viel Spass beim stoebern.

  • Lynn sagt:

    Habe es zu Weihnachten bekommen! Ich bin schon so gespannt es zu lesen. Ich liebe das Design.

Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.