Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Das Lady-Accessoire schlechthin: Die Perlenkette

Die Perlen der Mutter sind das erste, das viele Mädchen begehren. Geschmückt mit der Kette, Pumps und Lippenstift der Mama, fühlen sich Mädchen zum ersten Mal wie eine echte Lady. Und wirklich wird wohl kein anderes Accessoire so mit dem Stil der Lady assoziiert. Wer Perlen trägt sieht gepflegt aus, stilsicher und elegant. Die Erfolgsgeschichte der perlmuttfarbenden Kostbarkeit beginnt im 20. Jahrhundert und wird ab dem Zeitpunkt unverzichtbar für Generationen.

Die Perle als Symbol

Schon vor dem 20. Jahrhundert waren Perlen ein überaus begehrter, symbolträchtiger Schmuck. Da man allerdings auf eine natürliche Perlengewinnung angewiesen war, kosteten sie häufig sogar mehr als Diamanten. Im gesamten Altertum, in der arabischen Welt, in Persien oder Indien schmückten Perlenketten die Hälse und Armgelenke vermögender Damen. Im Islam wird eine Perle mit Jungfräulichkeit assoziiert, in China steht sie für Reichtum, Weisheit und Würde. In Japan bedeutet sie Glück, in Indien Kinderreichtum. Im Mittelalter erhält sie eine sakrale Symbolik: Wer Perlen trägt, zeigt seine Liebe zu Gott. Allerdings durften sie lange Zeit nur von Angehörigen des Königshauses getragen werden. Nachdem die Kleidervorschriften im 19. Jahrhundert abgeschafft wurden, waren zwar auch Perlen allen Frauen zugänglich – leisten konnte sich den Luxus allerdings nur der Adel.

Die Perle wächst heran

Doch warum sind die natürlich entstandenen Perlen so kostspielig? Perlen bestehen aus Perlmutt und entstehen im Inneren von Perlenaustern, einer speziellen Muschelsorte. Wieso einige Muscheln Perlen produzieren ist umstritten. Moderne Entstehungstheorien gehen davon aus, dass Parasiten perlmuttbildene Zellen von der Schale ins Innere bringen. Nach demselben Prinzip funktioniert auch die Perlenzucht: Diesmal werden die perlmuttbildenen Zellen allerdings von Menschenhand von der Muschelschale ins Perleninnere eingesetzt. Über Jahre hinweg müssen die Lieblinge jetzt wachsen, natürlichen Feinden und Umweltverschmutzungen trotzen.

Die Perle in ihren unterschiedlichen Gewändern

Dabei ist Perle allerdings nicht gleich Perle. Nur natürlich entstandene Perlen dürfen sich „Perle“, „Naturperle“ oder „Orientperle“ nennen. Alle anderen Glanzstücke heißen „Zuchtperle“ oder „Kulturperle“. Grundsätzlich gilt: Desto runder und exakter eine Perle geformt ist, desto teurer ist sie auch. Allerdings findet auch die unregelmäßige „Barockperle“ ihre Liebhaber. Die Farbe einer Perle ist abhängig von der Muschelart und den Zuchtbedingungen. Möglich sind Farbnuancen von weiß über rosé, bläulich und grünlich bis antrazifarbend. Die antrazifarbenen Thahitperlen sind ungewöhnlich und damit besonders teuer.

Der große Auftritt der Perle

Im großen Stil wurde die Perlenzucht Ende des 19. Jahrhunderts in Japan entwickelt. Dass die Prachtstücke nun erschwinglich waren, führte zu einem regelrechten Perlenboom. Seitdem hat fast jede Mode-Epoche Perlen als Accessoires integriert. Die Ladys der wilden 20er legten sich hüftlange Perlenschnüre um den Hals. Ganz nach dem Motto: Je mehr, umso besser. In den 40er und 50er Jahren waren hingegen eher kurze schlichte Colliers begehrt. Lady Diana macht in den 80er-Jahren schließlich das mehrreihige, eng am Hals anliegende Choker populär. Ob lang oder kurz, mehrreihig oder schlicht, echt oder Zucht – Perlen lassen sich vielseitig kombinieren und werten jedes Outfit auf.

Bild-Credit: http://de.123rf.com – podlesnova

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1 Kommentar
  • jede002 sagt:

    jede Frau sollte eine Perlenkette haben oder Perlenohrstecker, weil sorgt für Eleganz im Alltag…

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