Unser Blog-Dackel Emil bellt: Sorgen-Kalle / Special Edition

Wir wissen, dass Ihr die lustigen Geschichten aus unserem Dackel-Alltag sehr mögt. Doch manchmal wird es auch bei uns etwas ernster. Ihr habt es ja vielleicht schon mitbekommen: Kalle hat schon seit längerer Zeit Rückenprobleme. Das ist dackeltypisch (Stichwort: langer Rücken – kurze Beine), aber bei Kalle ist das leider schon sehr früh aufgetreten. Nach einer Operation und dank intensiver Physiotherapie kann er aber wieder recht gut laufen. Vor einigen Wochen ließ er jedoch seine heißgeliebten Bälle links liegen und es trat ein neues Problem auf. Eine Kolumne von Dackel Emil

Eine komische Krankheit namens SARDS

Kalles Frechheit und seine dauernde Vordrängelei sind durch seine Rückenprobleme nicht weniger geworden. Trotzdem hat sich unsere Familie immer um ihn gesorgt. Und leider wurden seine Beschwerden (so dachten wir) vor ein paar Wochen wieder schlimmer. Da wunderte es Frauchen zunächst nicht, dass Kalle seine heißgeliebten Bälle links liegenließ. Doch als er, der weltbeste Leckerchenfänger – außer mir natürlich – auf einmal seine Leckerli nicht mehr fangen konnte, wurde sie misstrauisch. Und nach ein paar Untersuchungen stand fest, dass Kalle nicht mehr sehen kann. Eine komische Krankheit namens SARDS hat innerhalb weniger Wochen seine Netzhaut zerstört. Nach der Diagnose war unsere Familie ziemlich verwirrt und traurig und wusste gar nicht, wie sie damit umgehen soll.

Blindendackel: Umgewöhnung ist angesagt

Alles kam ja ziemlich plötzlich. Doch inzwischen haben wir jede Menge Maßnahmen getroffen, damit Kalle sich weiterhin gut zurechtfindet und viel Spaß hat. Im Haus wird nichts mehr um- und alles aus Kalles Laufwegen geräumt. Auf Spaziergängen ruft unsere Familie ständig („Hier bin ich“, „Komm hierher“) oder läuft lauten Schrittes durchs Haus und durch die Landschaft. Und im Moment gehen wir immer die gleichen Wege, damit Kalle sich gut zurechtfindet. Für das Unterhaltungsprogramm wurden Klapperbällchen, Schnüffelteppiche und ein Tragerucksack besorgt. Und weil Kalles Nase super funktioniert und er darüber hinaus ständig Hunger hat, funktioniert das Suchen von Leckerlis perfekt.

Sorgen-Kalle-2

dackel-kraxe

Bild-Credit: Dackel in der Trage: Johann Fricke

Eine Freundin von Frauchen meinte übrigens, dass Kalle kein Sorgendackel, sondern einfach eine Special Edition ist. Und diese Ansicht finden wir richtig, richtig gut!

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7 Kommentare
  • Christina sagt:

    Lieber Emil, Kalle merkt, dass er umsorgt und geliebt wird und das ist das Allerwichtigste für den kleinen Kämpfer-Kalle!

  • Viktoria Heppe sagt:

    Lieber Kalle,
    es gibt den wunderbaren Account @blindelebensfreude, der das Leben der blinden Dackeldame Mausi erzählt. Und weil unsere Dackelchen die mutigsten und schlausten Hunde überhaupt sind, wirst Du das super meistern!
    Alles Liebe vom Dortmunder Dackel Kalle (und Frauchen)

  • Dani sagt:

    Lieber guter Kalle, ich denke ganz oft an Dich, seitdem ich von der Diagnose gehört habe – fühle Dich gedrückt!

  • Emil sagt:

    Ihr Lieben,

    vielen Dank für die schönen Worte. Kalles Physiotherapeutin sagte so richtig, dass Tiere kein Selbstmitleid kennen und einfach weitermachen. Und das war für mich sehr hilfreich. Den Account @blindelebensfreude kenne ich und finde ihn ganz wunderbar.

    Liebe Grüße von Emil und Frauchen

  • Johann Fricke sagt:

    Hallo Emil,
    sag Kalle, dass er sich trotz seiner extremen und schwierigen Situation stark gebessert hat und gut mit seiner Krankheit umgeht.
    Bis bald,
    Dein Johann

  • Sandra T. sagt:

    Ich möchte gern eine Buchempfehlung aussprechen:

    „Anders – aber trotzdem glücklich. Hunde mit Handicap“ von Anke Dalder aus dem Mariposa Verlag.
    Hunde mit Handicap sind ganz besondere Hunde – Special Edition eben, ganz recht.

    Das sagt das stolze Frauchen eines Dreibeins, für das sie sich nach Überlegung ganz bewusst entschieden hat, als er 3,5 Jahre jung war. Mit Fantasie, Pragmatismus und ganz viel Lebensfreude meistern wir nahezu jede Hürde. Und: wir sehen die Möglichkeiten, die sich immer und überall bieten. Wir konzentrieren uns nicht auf die Beschränkungen, die es vielleicht gibt. Denn: mein allerliebster Hund lässt sich nicht behindern!

    Alles Gute für die Dackel-Familie / das Dackel-Rudel.

    Herzlich, Sandra T.

  • Sybille sagt:

    Liebe Sandra,

    vielen Dank für die Buchempfehlung. Das legen wir uns doch gleich mal zu.

    Herzliche Grüße
    Sybille + die Dackelbande

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