Castle Combe: Englands schönstes Dorf in den Cotswolds
Virginia

Einer meiner Lieblingsorte in England, an den ich immer wieder zurückkehre, ist Castle Combe. Obgleich beileibe kein Geheimtipp habt Ihr „Englands schönstes Dorf“ mit etwas Glück und bei guter Planung ganz für Euch. Kommt mit auf eine kleine Entdeckungstour durch ein ganz besonderes Dörfchen im Norden der Cotswolds! von Virginia

Castle Combe: Ein einzigartiges Dorf

Wer zum ersten Mal zu Besuch in Castle Combe ist, hält vermutlich zunächst nach einem imposanten Prachtbau wie einer Burg oder einem Schloss Ausschau – doch tatsächlich vergebens! Die Geschichte des idyllischen Dörfchens geht weit zurück bis in die Römerzeit, in der die ersten Bauten ursprünglich als Festung errichtet wurden. Um die Festung herum entstand eine Siedlung, die auch im Laufe der Jahrhunderte bestehen blieb. Als die Normannen in England einfielen, nutzen sie die ausgezeichnete geographische Lage zur Errichtung einer Burg, auf deren Existenz wohl auch der heutige Name des Dorfes zurückgeht. Von dieser ist allerdings nur noch eine Ruine erhalten. Bis heute einzigartig ist hingegen die Lage von Castle Combe: Das Dörfchen befindet sich im Norden der romantischen Cotswolds in der Grafschaft Wiltshire und bietet somit einen idealen Ausgangspunkt für Tagesausflüge nach Bath, Bristol, Oxford oder zur Lacock Abbey. Ebenfalls einzigartig ist auch das Dorf selbst: Es beherbergt zwar nur um die 350 Einwohner, gilt jedoch als das Schönste in England. Zurecht! Auch nach 3 Besuchen in Castle Combe ist sein Zauber ungebrochen!

Castle Combe: Filmkulisse für Harry Potter

Stichwort Zauber: Castle Combe diente bereits in zahlreichen Filmen als Filmkulisse, beispielsweise in Dr. Dolittle (1967), Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) und der Sternwanderer (2007). Für Harry Potter-Fans bieten sich außer Castle Combe noch weitere Drehorte in der Nähe an: Lacock Abbey bei Lacock und die Bodleian Library in Oxford

Kommt mit zu einem kleinen Rundgang!

Die süßen, oftmals völlig schiefen Häuschen im typischen goldfarbenen Cotswolds Stein strahlen so viel Gemütlichkeit und Wärme aus, dass man sich am liebsten direkt in einen kuscheligen Ohrensessel hinter einer der Mauern verkrümeln möchte. Direkt am kleinen Marktplatz befindet sich der Eingang zur Kirche St. Andrews aus dem 12. Jahrhundert, die in ihrem Originalzustand erhalten geblieben ist; eine besondere Sehenswürdigkeit neben dem Kirchengebäude selbst ist die Castle Combe Clock, eine der raren originalen Uhren aus dem Mittelalter, die heute noch genutzt werden. Am Marktplatz steht unübersehbar das überdachte mittelalterliche Marktkreuz aus dem 14. Jahrhundert und nach einem kurzen Spaziergang die Hauptstraße hinunter eröffnet sich Euch der wohl schönste Blick auf Castle Combe: Vom Bybook River mit der kleinen, kaum wahrnehmbaren Brücke schaut Ihr zurück in Richtung Dorfplatz und das Dorf liegt gleich einem aufgeschlagenen Buch in seiner ganzen pittoresken Schönheit vor Euch. Von diesem Anblick kann ich mich jedes Mal nur schwer loseisen! Beim Spaziergang durch das Dörfchen finden sich an jedem Häuschen hübsche Details – hier eine UK-Wimpelkette an einer alten Holztür, da ein verwittertes Schild mit Goldschrift „The Old Post Office“, dort ein in die Hauswand eingelassener, mittlerweile stillgelegter roter Briefkasten. Das Wollmuseum „Beaver’s House“ berichtet über die Dorfgeschichte, die stark von der Wollproduktion geprägt war.

Castle Combe: Tipps für eine Reise in die Cotswolds

Castle Combe Sehenswürdigkeiten

Unsere Geheimtipps für Castle Combe

Um die Schönheit und den einmaligen Charakter des Dorfes zu erhalten, dürfen an den Häusern Castle Combes keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Finde ich klasse!

Castle Combe: Lieblingsorte und Geheimtipps

Nice to know: Was ist eigentlich Cotswold-Stein?

Cotswold-Stein ist ein für die Region typischer oolithischer Jurakalkstein, der reich an Fossilien ist. Durch Verwitterung verfärbt sich der Stein honig- bis goldfarben. Dabei variiert die Farbe von Norden nach Süden: Ist der Stein im Nordosten der Cotswolds noch recht dunkel und honigfarben (Stow-on-the-Wold), tendiert er in zentralen Regionen (Bibury) mehr zu einem sanften Goldton und  geht weiter südlich bis hin zu Perlweiß (Bath).

Stilvolle Übernachtungsmöglichkeiten

The Old Court House im Tudorstil von 1490 verspricht eine luxuriöse und äußerst stilvolle Übernachtungsmöglichkeit; ein paar Häuser weiter hängt als Schild eine Teekannen-Silhouette und das völlig schiefe The Castle Inn am Marktplatz begeistert mit einer Fassade voller leuchtend bunter Blumenampeln, die sanft im Sommerwind schaukeln. Einfach entzückend! Wenn Ihr vom Flüsschen wieder dorfeinwärts spaziert, könnt Ihr am The Castle Inn vorbei durch einen großen Torbogen laufen. Nach ein paar Minuten Fußweg stoßt Ihr auf das elegante 4-Sterne Hotel The Manor House. Das exquisite Landhotel ist in einem historischen Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert untergebracht, von Gärten in italienischem Stil und weitläufigen Golfanlagen umgeben. Die abgelegene Lage vermittelt das Gefühl, Euch völlig fernab der normalen Welt zu befinden. Angeblich soll Margaret Thatcher einige ihrer Memoiren aus The Downing Street Years in der Full Glass Bar des Manor House geschrieben haben – vorstellbar ist es! Tipp: Auch wenn Ihr keine Übernachtung einplant, lohnt sich eine Stippvisite für den Afternoon Tea und einen anschließenden Spaziergang über das Gelände!

Stilvoll übernachten in Castle Combe: The Manor House

The Manor House: Stilvoll übernachten in Castle Combe

Auch für Nicht-Gäste des Manor House steht die Gastronomie des Hauses offen: Gönnt Euch einen Drink in der eleganten Beagle Bar oder genießt ein exquisites Abendessen im stilvollen Mulberry Restaurant

Die schönsten Tipps für Castle Combe

Castle Combe: Englands schönstes Dorf

Im rustikalen The Castle Inn könnt Ihr nicht nur gut essen oder das gemütliche Ambiente Abends bei einem Stout genießen (vor flackenden Kaminen im Winter – hach!), sondern auch stilecht übernachten

Und noch ein Tipp zum Schluss:

Wenn Ihr nach Herzenslust und ohne Menschen durchs Dorf flanieren und frei fotografieren wollt, lohnt es sich etwas früher aus den Federn zu kriechen: Am frühen Morgen im Winter, wenn noch dichter Nebel über der Landschaft liegt und Rauch aus den Kaminen steigt, ist Castle Combe ganz besonders schön. Aber auch warme Sommernachmittage eignen sich herrlich, um das Dorf zu erkunden und anschließend an einem Tischchen vor dem Pub zu entspannen.

Habt Ihr schon unsere UK-Map entdeckt, in der wir unsere Lieblingsorte in Großbritannien an einem Ort versammeln?

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