Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Baby-Ratgeber: Bücher für angehende Mamas

Während der Schwangerschaft hatte ich sehr viel Zeit, um mich mit der Babyausstattung zu beschäftigen. Ich habe mich durch Onlineshops, Zeitschriften und Foren geklickt um zu erfahren, welche Anschaffungen wirklich sinnvoll sind. Inzwischen ist Amalia fast 9 Monate alt und aus dem Baby-Alter heraus – Zeit für einen kleinen Rückblick. Vieles kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen, einiges jedoch auch nicht. Meine Auflistung der besten Baby-Produkte ist natürlich sehr subjektiv, aber vielleicht hilft sie ja der einen oder anderen angehenden Mama.

Nützliche Babyausstattung: Beistellbett von Babybay

1. Schlafen: Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Die einen schwärmen vom Familienbett, die anderen bevorzugen von Beginn an getrennte Schlafräume. Wir haben einen Mittelweg gewählt. Bis zum 8. Monat hat Amalia in einem Beistellbett von Babybay geschlafen (wir berichteten). Seit Neujahr schläft sie nun in einem eigenen Gitterbett neben unserem Bett. Sie war so zufrieden darüber, dass sie seitdem auch durchschläft. Beim Schlafsack haben wir uns für Alvi und Lotties „Bambini“ aus Biobaumwolle entschieden und im Winter zu einem Daunenschlafsack von Vario Kids gegriffen. Unbedingt rentiert hat sich ein Betthimmel, er schützt beim Nachmittagsschlaf nicht nur vor Licht sondern auch vor zu viel Ablenkung. Außerdem war die Spieluhr für die ersten Monate eine sinnvolle Anschaffung.

Babyausstattung: Personalisierte Lätzchen

2. Essen & Trinken: Ihren Brei erhält Amalia in einer Schüssel vom Öko-Label Biobu. Das Geschirrset bestehend aus einer Schüssel, einem Teller, Becher und Löffel ist aus Bambus gefertigt. Auch bei den Fläschchen von Avent haben wir auf Plastik verzichtet und stattdessen zu Glasflaschen gegriffen. Hübsche Lätzchen kommen bei uns nur unterwegs und im Restaurant zum Einsatz, daheim ist ein Mulltuch am praktischsten, das wir im Nacken zusammenknoten. Denn gerade jetzt, wo Amalia ihre ersten eigenständigen Essversuche macht, geht noch sehr viel daneben, und da würde ein Lätzchen nicht ausreichen. Das IKEA „Ganzkörperlätzchen“ schließt am Hals leider nicht ganz ab. Seitdem Amalia alleine sitzen kann, isst sie übrigens in einem knallroten Tripp Trapp, vorher haben wir sie im Maxi Cosi gefüttert.

Wertvolle Babyausstattung: Kinderwagen von Hesba

3. Transport: Wir haben uns für einen nostalgischen Kinderwagen von HESBA entschieden (wir berichteten) und diese Entscheidung nicht bereut. Bis heute schläft Amalia unglaublich gerne und gut im toll gefederten Wagen – inzwischen ohne Tragetasche und mit leicht erhöhter Liegefläche, denn der HESBA lässt sich auch als Buggy umbauen. Da der Wagen jedoch sehr schwer ist, haben wir uns nun zusätzlich einen Buggy von McLaren (wir berichteten) zugelegt. Dieser kann klein zusammengefaltet werden und kommt vor allem auf Reisen zum Einsatz. Immer mit dabei haben wir auch eine unserer kuschligen Decken von David Fussenegger oder – im Winter – unseren Lammfell-Fusssack von Kaiser. Apropos Fell: Die Anschaffung eines Baby-Lammfells lohnt sich, da es sich vielfältig einsetzen lässt. Gelegentlich haben wir Amalia auch in einem Tuch von Didymos und später dann in einer Trage von Ergobaby getragen.

Nützliche Babyausstattung: Umfunktionierter Wickeltisch

4. Wickeltisch: Statt uns einen extra Wickeltisch zu kaufen, haben wir eine alte, tiefe Kommode umgebaut und sind bis heute sehr zufrieden damit (wir berichteten). Versehen ist sie mit einer großen Wickelunterlage und einem hübschen Bezug von Petit Filou (ihr benötigt mindestens zwei Bezüge). Als überflüssig galt hingegen die Anschaffung einer Wärmelampe – wir schätzen sie jedoch und möchten sie nicht missen. Bei der Badewanne haben wir uns für das zusammenklappbare Modell von Stokke entschieden. Babykosmetik bekommt man häufig zur Geburt geschenkt. Wir verwenden nur ein Badeöl, ein Babyshampoo, eine fetthaltige Lotion sowie eine Wind- und Wetterschutzcreme von Weleda. Ein bis zwei Kapuzenhandtücher sind klasse sowie ein Kirschkernkissen vom Bio-Label Efie.

Wertvoller Baby-Bedarf: Bodys von Petit Bateau

5. Kleidung: Die schönsten Bodys macht wohl Petit Bateau (weitere Empfehlungen gibt’s hier). Doch Achtung, die Franzosen haben andere Größen, kauft französische Marken immer eine Nummer größer. Ich habe für Amalia grundsätzlich alles ein bis zwei Nummern größer gekauft und dann ggf. die Ärmel oder Hosenbeine umgekrempelt. Gerade Kleidung für die ersten 2 bis 3 Wochen, also 52/54 wird kaum benötigt. Lasst Euch lieber größere Größen schenken. Strampler hat Amalia nur in den ersten Wochen getragen, dann sind wir schnell zu Zweiteilern bestehend aus gemütlicher Hose und Shirt gewechselt (z.B. von Babidu). Einteiler trug sie nur noch als Schlafanzug in der Nacht. Ich fand das praktischer, aber das ist sicher Geschmackssache. Toll sind Wickelbodys. Jeans trägt sie bis heute nicht, dafür viele Kleider mit dicken Strumpfhosen und Cardigans statt Pullover, denn die muss man nicht über den Kopf ziehen.

Baby-Spielzeug: Weniger ist mehr!

6. Spielzeug: Hier gilt, wie so oft: Weniger ist mehr! Eigentlich benötigen Babys in den ersten 6 Monaten keine Spielsachen und auch später hat sich Amalia häufig mehr über die Verpackung als den Inhalt eines Geschenks gefreut. Wir haben ihr deshalb nur einige ausgewählte, gute Sachen geschenkt. So wie die Giraffe Sophie, auf der sie bis heute unglaublich gerne herumkaut. Geliebt hat sie auch ihren Spielbogen von IKEA und ihre Rehrassel von SEBRA (wir berichteten). Mit Stofftieren und Ziehtieren kann sie bis heute nicht viel anfangen. Dafür liebt sie schon immer Bücher, sie herumzuschieben, fallen zu lassen und das blättern in ihnen.

Baby-Ratgeber: Bücher für angehende Mamas

8. Bücher: Es gibt drei Bücher die ich angehenden Mamas sehr ans Herz legen möchte: „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ weiß Pamela Druckerman, Amerikanerin und Wahlpariserin (wir berichteten). „So beruhige ich mein Baby“ von Psychotherapeutin Christine Rankl gibt nicht nur Hilfestellungen wenn das Kind schreit, sondern auch bei Schlaf und Essproblemen, wenn es nicht alleine spielen mag oder stark fremdelt. Absolute Kaufempfehlung. Und schließlich: „Babyjahre“ von Remo H. Largo begleitet Euch wissenschaftlich fundiert durch die ersten vier Jahre.

P.S.: Baby-Bedarf, den man nicht benötigt: In unserem Fall zum Beispiel einen Windeleimer, den Sterilisator für Fläschchen, ein Nestchen für’s Bett, unseren Laufstall und leider auch unsere Wickeltasche von Hesba (hier mehr dazu)


21 Kommentare
  • Vicky sagt:

    meine Mam liebt das Buch „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ und bringt immer wieder Theorien aus dem Buch :)) so schlecht sind wir doch gar nicht geraten! hahaa

    liebste Grüße,
    Vicky // The Golden Bun

  • Alexandra sagt:

    HA! Großartig, auf den Artikel habe ich gewartet! Habe das Gefühl, dass ich da ganz gut aufgestellt bin und mich jetzt ganz entspannt in Mutterschutz begeben kann.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Dani sagt:

    Liebe Alexandra,

    ich habe mit nichts anderem gerechnet – Du bist doch schließlich die Expertin!

    Alles Gute für die letzten Wochen!
    Dani

  • Liebe Dani,

    und wenn Du mal einen liebevollen Babysitter für die kleine Amalia suchst, helfen wir Dir gerne :-)

    Alles Liebe,
    Der Kinderzirkus

  • Laura sagt:

    Hallo Dani,

    auch wenn ich von meinem ersten Baby noch ein paar Jahre entfernt bin – deine Liste und die dazugehörigen Beschreibungen sind wundervoll! Da sind sicher auch viele zeitlose Klassiker dabei, die in 10 Jahren noch genauso schön sind. Habe den Link gleich an eine gute Freundin von mir geschickt, die vor drei Wochen ein kleines Mädchen auf die Welt gebracht hat.

    Viele liebe Grüße :)
    Laura (die nur schwer davon Abstand nehmen kann, schon jetzt besonders süße Babysachen zu kaufen und aufzubewahren – bringt aber angeblich Unglück ;) )

  • Katrin sagt:

    Liebe Dani,
    Ein toller Bericht, den ich fast zu 100% mit unterschreiben würde. Meine Tochter ist inzwischen 20 Monate und ich würde fast die selben Dinge empfehlen. Auch wir hatten kaum und haben immer noch wenig Spielzeug, Bücher sind der Favorit und näturlich einen Spieluhr. Ganz oben auf der Liste steht auch bei uns eine Kuscheldecke von Davis Fussseger, die wir von einer lieben Freundin bekommen haben und die inzwischen nahezu unverzichtbar ist. Auch die die Wärmelampe schätzen wir sehr, und im Babybay wurde hier bis 18 Monate geschlafen ( Victoria war allerdings auch lange eher klein, so dass sie noch gut reingepasst hat. Neben Petit Bateau habe ich inzwischen eine weitere Französische Marke Sergent Major für uns entdeckt. Tja und auf die Idee mit den mullwindeln als Lätzchen bin ich leider nichtbgekommen ;-) beim nächsten Mal dann;-)
    Liebe Grüße
    Katrin

  • Dani sagt:

    Liebe Katrin,

    mein liebstes französisches Label ist Jacadi. Dazu gibts auch noch mal einen extra Artikel!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Katharina sagt:

    Liebe Dani,

    wie immer zauberhaft und stilsicher ausgesucht, Amalia ist eben jetzt schon eine kleine Lady.
    Danke Dir für Deine liebevollen Tipps und Anregungen.

    Deine Liste möchte ich gern ergänzen und zum Teil kommentieren. Wie gesagt, es ist alles rein subjektiv und jedes Kind hat andere Bedürfnisse, jede Familie ist anders. Ich kann nur raten, auszuprobieren und zu testen, um herauszufinden, was gefällt. Vielleicht kann zum Ausprobieren ja auch das ein oder andere vor der Anschaffung innerhalb der Familie oder des Freundeskreises ausgeliehen werden, um Fehlkäufe zu vermeiden. Und, so meine Erfahrung, die lassen sich leider nicht vermeiden, so viel Mühe man sich auch gibt.

    Ergänzen möchte ich sehr gern die Daunenschlafsäcke von Tavolinchen. Ein Traum. Unsere Mäuse schlafen wirklich gut darin, sie sind immer warm, nie zu warm, nie feucht, nie feuchtkalt. Nur einen Wäshetrockner sollte man besser haben, um bei einem Malheur die Daunen auch durchtrocknen zu können, dass sie nicht klumpig werden.

    Außerdem lohnt sich auch die Anschaffung einer schönen Daunendecke, wie ich finde, zuerst für den Kinderwagen, später für´s Bettchen oder zum Kuscheln. Es gibt welche aus 100% Daune, die sind federleicht und lasten nicht zu schwer auf den zarten Körpern und pieksen nicht, da ja keine Federkiele enthalten sind. Betten Struve in Lübeck zB fertigt tolle Decken (oder Kissen, sie haben ja die Größe 80x80cm), sie versenden auch mit der Post. Es gibt volle Winterdecken und leichte Sommerdecken, ein federleichter Hauch, herrlich, auch im Sommer ist ein bisschen Wärme wichtig.

    Eine weiche Decke, ob zum Kuscheln, Einschlagen oder Wärmen ist absolut empfehlensert. Toll sind welche aus Kaschmir. Die sind ihren Anschaffungspreis meiner Meinung nach wert, absolut kuschelig und schon ein unverzichtbarer Luxus für die Kleinen. Sie sind durchaus auch im Sale zu erstehen, zB bei Oscar et Valentine oder Papa Lobster.

    Was die Anschaffung des Kinderwagens betrifft, kann ich werdenden Eltern nur empfehlen, sich auf den Sportsitz zu konzentrieren – sofern es ein Kombi-Kinderwagen werden soll. Meist wird auf die zuerst genutze Wanne geschaut, in der die Kleinen liegen, doch die sind alle einigermaßen standardisiert. Einzige Ausnahme bilden die dänischen Kinderwagen, die aber ob ihrer Größe auch nicht TÜV-geprüft sind, weil sie nicht der DIN-Norm entsprechen und, streng genommen, fahrbare Betten sind. Bei den Sportsitzen hingegen gibt es erhebliche Unterschiede, die es sich unbedingt zu betrachten lohnt. – Auch, weil der Sportsitz deutlich länger als die Wanne genutzt wird. Auch hier gilt: Jeder hat andere Bedürfnisse (Stadtwagen, Geländewagen, Sportwagen…) und muss schauen, was zu ihm passt.

    Die Bodies von Petit Bateau sind wirklich zauberhaft, doch sitzen sie bei unseren Mäusen nicht, es ist einfach der falsche Schnitt, sie sind zu lang im Oberkörper. Für uns habe ich die Bodies aus superfeiner Baumwolle von Marcs&Spencer entdeckt, die „bei uns“ toll sitzen, super-weich sind und vor allem auch kein Wasch-Peeling bilden. Außerdem haben sie kaum Nähte, so dass nichts zwicken oder scheuern kann. Allerdings gibt es sie nur – in der pflegeleichten :-) – weißen Variante und nicht mit süßen Mustern oder Mausezahnkante. Schlicht, aber gut, und qualitativ absolut empfehlenswert.

    Was die Bekleidung von Babidu betrifft, muss ich gestehen, dass sie ganz hinreißend für kleine Mäuse ist. Wie oft bin ich um sie herumgeschlichen, habe sie dann aber doch nicht gekauft, weil es sich meist um eine Mischung aus Natur- und Kunstfaser handelt. Ich kaufe für die Mäuse und für uns, mit Ausnahme von Funktionsbekleidung, ausschließlich Naturfasern, und von daher muss man bei Babidu schauen, ob man das mag. Das Design ist aber wirklich wunderschön und ganz besonders.

    Überhaupt, was die Baby- und Kinderbekleidung betrifft, muss man schauen, worauf man achten möchte. Die Faser, klar. Und dann entweder auf Design oder Funktionalität. Mit Glück bekommt man beides – ein süßes Outfit, das auch noch praktisch ist. Ich achte insbesondere darauf, dass die Kleider sich schnell und einfach an- und ausziehen lassen, das Wickeln einfach geht, die Kleinen ausreichend Bewegungsfreiheit darin haben und der Sitz komfortabel und ist, die Kinder gut darin krabbeln, laufen, spielen können, ohne in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt zu sein. Dabei ist das Design zweitrangig. Steiff zB hat ganz häufig – auch bei den ganz Kleinen! – Knöpfe am Rücken. Finde ich persönlich unglücklich, da sie doch bestimmt entlang der Wirbelsäule drücken, wenn die Lütten nur oder viel auf dem Rücken liegen. Manch´ ein Hersteller, wie zB Ralph Lauren, polstert die Knöpfe dann wenigstens ab. Dennoch. Da gibt es viele Beispiele, aber gerade unerfahrenen Eltern rate ich, darauf zu achten, dass die Kleider nicht zu steif, stattdessen schön weich sind, der Hosenbund nicht zu tief und zu eng (im Sitzen kann man das gut prüfen, das gilt übrigens auch für die Windel) sitzt und nicht zu viele Falten wirft.

    DAS Kleidungsstück ist für mich übrigens der Pullunder. Er wärmt Brust und Nieren und gleichzeitig können die Kleinen über die Arme abdampfen, wenn sie aktiv sind. Wir haben welche aus Baumwolle, Merinowolle und Kaschmir, je nach Bedarf und Jahreszeit, herrlich. Kann ich „wärmstens“ empfehlen. Ein Pullover ist manchmal zu viel, ein Shirt zu wenig.

    Danis Mullwindeln, als Lätzchen benutzt, sind sowieso Gold wert. Gerade in der ersten Zeit braucht man sie ständig und überall und es ist durchaus empfehlenswert, sie an prädestinierten Stellen Zuhause zu platzieren, um immer eines griffbereit zu haben.

    Die Wind- und Wetterschutzcreme von Weleda ist allseits beliebt und wird gerne gekauft und auch empfohlen, auch in den Apotheken. Allerdings hat das darin enthaltene Calendula ein hohes Allergiepotential, was man wissen sollte. Wie eigentlich jeder Wirkstoff, der aus der Natur stammt. Schwierig. Dermatologen empfehlen die Creme von Weleda nicht. Wichtig ist, dass Wind- und Wetterschutzcremes tatsächlich wasserfrei sind. Sie kommen gar nicht so häufig zum Einsatz, wie man meint. Die ganz Kleinen, die in der Wanne vom Kinderwagen liegen, sind dort meistens hinreichend geschützt, dass sie gar nicht gecremt werden müssen. Bei den älteren Kindern im Sportsitz oder denen in der Babytrage bzw. im Tragetuch sieht es da natürlich anders aus, ab etwa 2 Grad wird empfohlen, zu schützen.

    Ich persönlich kann als „normale“ Gesichtscreme die Excipial Kids empfehlen, als Sonnencreme die Daylong für Kinder und würde für Notfälle immer eine Wundschutzcreme am Wickeltisch parat haben. Wir haben zusätzlich noch ein Bio-Mandelöl am Tisch, da wir keine Feuchties benutzen, sondern ausschließlich mit reinem Wasser waschen und windeln. Da bedarf es manches Mal ein bisschen Öl, um den Popo auch blitzeblank zu bekommen.

    Wichtig ist, bei der Anschaffung der Pflegeprodukte darauf zu achten, dass sie idealerweise ohne die „drei P“ sind – Paraffine, Parabene, Parfüm. Stiftung Warentest und Ökotest testen regelmäßig und deren Testergebnisse sind vielleicht eine Hilfestellung bei der Auswahl der Produkte. Die Hausmarken der Drogerieketten schneiden dabei gar nicht so schlecht ab.

    Und im Hinblick auf das Spielzeug haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass gar nicht so viel notwendig ist, es aber regelmäßig getauscht werden sollte, um interessant zu bleiben. Und ausgetauscht, da sich die Fähigkeiten der Kleinen ständig ändern, weil sie so viel und so schnell dazulernen. Da ändern sich natürlich auch die Bedürfnisse in Bezug auf das Spielzeug. Auch hier kann man darauf achten, schadstoffarmes Spielzeug zu kaufen.

    Jetzt ist es ganz schön viel geworden und im Zweifel doch nicht vollständig. Ich habe meinen Gedanken einfach mal freien Lauf gelassen. Allen werdenden Eltern viel Freude bei der Auswahl der Ausstattung und der ganzen Vorfreude auf das Baby. Genießt diese Zeit, sie ist so wunderbar aufregend und romantisch.

    Herzlich

    Katharina

  • Dani sagt:

    Liebe Katharina,

    vielen Dank für deinen tollen, langen Kommentar, den ich meinerseits gerne ergänzen möchte.

    1. Schlafsäcke: Stimmt, die habe ich ganz vergessen! Im Sommer hatten wir eine Variante von Alvi und als Wechselsack – wenn der andere in der Wäsche war – einen von Lotties „Bambini“ – beide sind aus Biobaumwolle gefertigt und beide kann ich empfehlen. Jetzt für den Winter haben wir uns auch einen Daunenschlafsack zugelegt. Ich bin lange um den Odenwälder herumgeschlichen, habe mich dann aber doch für die etwas günstigere Variante von Vario Kids entschieden. Tavolinchen ist sicherlich genauso gut.

    2. Decke: Obwohl die Erstickungsgefahr inzwischen nicht mehr so hoch ist, nutzen wir noch keine Decke im Bett. Alleine schon aus dem Grunde, weil sich die kleine Maus sonst ständig aufdecken würde.

    3. Bekleidung: Ach, ich wusste gar nicht, dass Babidu z.t. synthetische Stoffe verarbeitet. Unsere Sachen waren alle aus Baumwolle. Ich bin ja ein ganz großer Fan der französischen Babybekleidung (und übrigens auch des Spielzeugs) und werde zu der Thematik noch einen extra Artikel machen.

    4. Kosmetik: Eine Allergiegefahr gibt es auch beim Essen – so hat man früher z.B. davon abgeraten Babys Fisch zu geben. Inzwischen wird es sogar empfohlen, weil das Allergierisiko dann sinkt. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich bei Kosmetik ähnlich verhält. Ich vertrage zum Glück auch jede Art von Naturkosmetik und Amalia hatte bisher nicht einmal einen wunden Popo… von daher… bei Babys mit einer sehr sensiblen Haut ist aber natürlich Vorsicht geboten.

    5. Spielzeug: Ja genauso machen wir es auch. Wir kaufen ein paar gute Spielsachen und verkaufen/verschenken gleichzeitig die alten Sachen. So kann sich gar nicht erst zu viel hier stapeln.

    Apropos Platz: Da fällt mir ein, dass ich unsere zusammenklappbare Stokke-Badewanne jedem empfehlen kann, der nicht viel Platz im Badezimmer hat. Sie kann einfach hinter/neben einem Schrank oder der Waschmaschine verstaut werden.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Katharina sagt:

    und, ganz wichtig: ein schnellmessendes Fieberthermometer mit flexibler Spitze!

  • Bianca sagt:

    Ein wirklich schöner Post. Wir haben auch alles erstmal hinterfragt, bevor wir es gekauft haben. So hatten wir beispielsweise nie eine Wärmelampe, weil der Wickeltisch neben der Heizung stand und es dort sowieso immer schön warm war.
    Babyprodukte hatten wir auch nie. Zum Saubermachen beim Wickeln haben wir Waschlappen genommen, gebadet hat unser Sohn in Milch und Olivenöl. Daher brauchten wir ihn auch nicht eincremen. Ohne die chemischen Babyprodukte brauchten wir im ersten Jahr nur dreimal eine Heilsalbe für den Po. Das hat Babys Haut wirklich gut getan.
    Viele Grüße Bianca

  • M.Daniela sagt:

    Da die Babyzeit eine so wundervolle Zeit war, hätte ich gerne noch etwas hinzugefügt. Aber Ihr habt schon an alles gedacht.
    Liebe Dani, dies ist wirklich eine tolle Liste!
    Petit Bateau. Ohh ja, diese Bodys sind wirklich absolute Klasse. Ich bin oft nach Frankreich gefahren um dort einzukaufen.
    Petit Bateau gibt es dort auch in größeren Supermarkt Ketten wie Áuchan und dies zu einem sehr günstigen Preis.
    Im Allgemeinen verstehen sich die Franzosen in Kindermode mit Qualität.Jacadi,Bonpoint und Cyrillus sind auch tolle Firmen.
    Es macht einfach ungemein Spaß außergewöhnliches zu Entdecken.
    Wenn Euere Mäuse das Laufen anfangen, sind die Franzosen,Italiener Spanier und Engländer tolle Schuhersteller. Qualitativ hochwertiger als oftmals bei uns und sehr schick.

  • Karina L. sagt:

    Keine Avent Flasche benutzen, dafür aber Spielsachen von IKEA. Irgendwie stimmt dann die Besorgnisargumentation für mich nicht ganz. In der Summe der Anwendung stimmt es dann wieder.
    Btw. das Problem sind nicht die Flaschen, das Problem sind immer die Trinktüllen.

  • Dani sagt:

    Liebe Karina,

    ich empfehle Dir einen Blick in die Hefte von Stiftung Warentest und Ökotest, z.B. hier: http://www.lady-blog.de/der-oeko-test-einkaufsratgeber-kinder-familie/

    Da schneidet IKEA weitaus besser ab als viele andere Firmen, nicht nur bei Spielzeug, sondern auch beim Babyphone, Matratze usw.

    Zudem haben wir nicht auf die Fläschchen von Avent verzichtet, sondern einfach die Glasvarianten statt der Plastikflaschen gekauft.

    Herzliche Grüße
    Daniela

  • Katrin sagt:

    Auf den Bericht über Jacadi bin ich schon sehr gespannt. Bislang hab ich vorallem die beiden oben genannten Marken gekauft wenn es “ französisch und chic“ sein sollte, und an sonsten neben den hier bei mir in der Nähe ansässigen Naturmodeherstellern Reiff/Engel /Disana auch einiges an „Englandmode“ und Scandinavische Labels, da hier auch vieles GOTs zertifiziert ist. Eine Kollegin schwärmt auch total von Jacadi, von der ich für meine Tochter bislang nichts gekauft habe. Wobei die Homepage sehr vielversprechend aussieht und ne ich bei der nächsten Anschaffung sicher auch mal dort vorbei schauen werde;-)
    Danke schonmal für den Tip bin echt gespannt was du darüber berichtest.
    Herzlichst Katrin

  • Sydney sagt:

    Mein Sohn ist jetzt knapp 5 Wochen alt und mich eure (besonders Danis) Meinung zum Tragen interessieren. Kannst Du Empfehlungen bzw. „No-Gos“ aussprechen?

    Vielen Dank & viele Grüße!

  • Amalia sagt:

    Liebe Dani,
    wirklich eine schöne Zusammenstellung! Natürlich ist es so, dass die Vorlieben sowohl der Mütter als auch der Babies (Du wirst staunen, wenn es einmal ein kleines Geschwisterchen für Amalia gibt!) verschieden sind, aber mit dieser Liste kann man nicht viel falsch machen. Über die gefühlt knappen Größen von Petit Bateau (auch einer unserer Lieblingshersteller!) hörte ich einmal, dass sie bezeichnen, bis wann sie passen, nicht wie sonst, ab wann. Das würde einiges erklären. Oh, und das Bemühen, alles richtig zu machen. Die einen sagen, Silikonsauger seien eminent krebserregend (warum eigentlich?), die anderen, aus Kautschuk löse sich Formaldehyd…
    Die „Babyjahre“ sind ein Klassiker, aber auch schon etwas „angestaubt“ – es wäre so schön, wenn dieses den Geist der 1970er Jahre atmende Buch einmal in aktualisierter Neuausgabe erscheinen würde!
    Liebe Grüße
    Amalia

  • Anna sagt:

    Hallo Dani,

    toller Post!

    Für unser Baby hat uns in den ersten Monaten die Manduca Babytrage sehr geholfen. Es hätte sicher auch ein Tuch oder eine andere Trage genauso funktioniert, wichtig war das Tragen, da der Kleine dort immer zufrieden war.
    Das zweite war die Babywippe, denn recht schnell hatte unser Sohn das Bedürfnis, den Überblick zu haben. Da sollen die Kleinen natürlich nicht ständig drin sitzen, aber so konnte ich dann auch duschen, kochen usw, während er zugeschaut hat.
    Zum Füttern auch sehr praktisch, denn unsere Wippe hat einen waschbaren Bezug.

    Viele Grüsse,
    Anna

  • Dani sagt:

    Liebe Sydney, liebe Anna,

    ich habe Euren Kommentar leider jetzt erst gesehen. Wir haben Amalia in den ersten Wochen in einem Tragetuch von Didymos und dann in einer Trage von Ergobaby (ähnlich Manduca) getragen. Wir waren mit beidem sehr zufrieden. :-)

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Andrea sagt:

    Danke für diese Zusammenstellung! Ich wollte einige Sachen nachkaufen, habe dann aber festgestellt, dass Menschen einfach ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Das kann man kaum vorher einschätzen.
    1) Schlafen im Beistellbett finde ich auch klasse!
    Zu 2) Essen & Trinken: Ich wollte unbedingt das Geschirr von Biobu und diese süßen Lätzchen. Wir haben uns bei der Beikost für BLW (Baby-led Weaning bzw. breifrei) entschieden. Unsere kleine Maus hat es sehr verwirrt von anderem Geschirr zu essen, als wir. Also haben wir ihr schließlich unsere weißen Porzellanteller von Trend Thomas zu essen gegeben. Damit klappte es viel besser. Bisher sind alle Teller heil geblieben. Bei den Lätzchen haben wir festgestellt, dass wir für unser BLW-Baby Ärmellätzchen (wir haben „gute“ von Sterntaler und die „everyday“ von Rossmann) benötigen, weil doch einiges daneben geht :)
    Zu 3) Transport: Wir sind Trageeltern. Das wussten wir vorher nicht, aber der Kauf des Kinderwagens hat sich bei uns gar nicht rentiert. Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich das viele Geld, das wir in den Kinderwagen investiert haben, lieber in ein paar tolle Tücher aus Seide und Kaschmir von Oscha aus Schottland investiert.
    Zu 4) Wickeln: „Normale“ Kommode statt Wickelkommode ist eine tolle Idee! Haben wir mit einer Hemnes-Kommode von Ikea genauso gemacht. Statt einer teuren Wickelauflage haben wir eine Fleecedecke gefalten und ein paar schöne bedruckte 80x80cm Moltonunterlagen gekauft. Das kommt viel günstiger! Das Wickeln im Liegen wird ja schwieriger sobald sie stehen und laufen können, daher wickle ich mittlerweile die Kleine (meistens ;)) im Stehen.
    Zu 6) Spielzeug: Absolut richtig! Die Kinder brauchen kaum was. Toll kamen bei uns an: der Oball, Skwish, Spielbogen (den braucht man leider so kurz!), Verpackungen und Schachteln, später leere PET-Flaschen mit Nudeln oder Korken und mein Schlüsseletui :D
    Zu 7) Bücher: Ich empfehle Bücher Herbert Renz-Polster „Menschenkinder“ oder „Born to be wild“. Er erklärt das Verhalten der Kinder mit der Evolutionsgeschichte. Mir hilft es dabei, mein Kind zu verstehen. Dieses über tausende von Jahren angelegte Verhalten kann nicht durch „Programme“ geändert werden. Er plädiert dafür, dass keine Schlaf“probleme“ oder Ess“probleme“ haben, er erklärt, warum dieses Verhalten evolutionär einen Vorteil gebracht hat und dass wir es daher kaum ändern können. Mich hat dieses Buch sehr beruhigt. Es ist eine echte Bereicherung! Kaufempfehlung von mir!

  • Julius sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    meine Schwester bringt bald ein Kind zur Welt (paar Monate) und möchte noch einige Sachen besorgen um vorbereitet zu sein. Beistellbett und Kinderbett hat sie schon. Auch relativ qualitative. Spielzeuge hat das Kind schon etliche (meine Schwester bzw. ihr Kind wurden schon von Geschenken überhäuft). Kleidung ebenfalls vorhanden. Jedoch benötigt sie eher so spezifischere Sachen z.B. da das Kind wahrscheinlich gegen Winter geboren wird, benötigt sie sowas wie Winterdecken. Könnt ihr was empfehlen? Außerdem was gibt es noch für die Dinge die sie brauchen könnte und eher, ich sag mal, unscheinbarere Sachen?
    Vielen Dank!

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