prada schiaparelli

Elsa Schiaparelli und Miuccia Prada/Fotos: Courtesy of The Metropolitan Museum of Art, Hoyningen-Huené/Vogue; © Condé Nast und Courtesy of The MMOA, Guido Harari/Contrasto/Redux

Das New Yorker Metropolitan Museum ist berühmt für seine Modeausstellungen. Seit ein paar Tagen treffen in den imposanten Räumen des Museums zwei italienische Designerinnen aus unterschiedlichen Epochen aufeinander: Miuccia Prada und Elsa Schiaparelli. Wie viel die beiden gemeinsam haben, beweist die sehr abwechslungsreich gestaltete Ausstellung Schiaparelli and Prada: Impossible Conversations.

Schiaparelli und das Shocking-Pink

Das Treffen der beiden Frauen ist natürlich rein fiktiv, denn Elsas Glanzzeiten waren lange vorbei, als Prada begann Mode zu entwerfen. Elsa Schiaparelli arbeitete in den 20er Jahren in Paris. Ihr Stil war unkonventionell, ideenreich und in den 30er Jahren richtungsweisend. Pablo Picasso und Jean Cocteau gehörten zu ihren Freunden, Salvador Dalì entwarf Stoffmuster für sie. Sie entwickelte ungewöhnliche Stücke, wie z.B. Abendregenmäntel und machte das sogenannte Dianadekolleté gesellschaftsfähig, bei dem eine Schulter völlig entblößt war. Ihre Markenfarbe war ein grelles Rosa, das legendäre „Shocking Pink“. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste sie Paris verlassen und emigrierte nach New York. Als sie 1945 zurückkehrte war ihr Stil nicht mehr en vogue und sie schloss ihr Modehaus im Jahr 1954.

Pradas surrealistischer Blick auf die Mode

Doch Schiaparellis Schaffen beeinflusst Modemacher bis heute. Dabei teilt Miuccia Prada mit Schiaparelli den surrealistischen Blick auf die Mode, das Gespür für Trends und für ungewöhnliche Materialien. Außerdem ist Pradas Stil stark vom Stil der 30er und 40er Jahre, der Erfolgsepoche von Schiaparelli, beeinflusst. Die Entwürfe von Schiaparelli und die von Prada passen also sehr gut zueinander, obwohl sie aus unterschiedlichen Epochen stammen. An die 100 Entwürfe und zahlreiche Accessoires von Schiaparelli sowie zahlreiche Prada-Kollektionen, die seit den 80er Jahren entstanden sind, könnt Ihr in der Ausstellung bewundern. „Schiaparelli and Prada“ beweist nicht nur die Aktualität und Qualität der Kleidung von Schiaparelli, sondern setzt auch die Kunst der Miuccia Prada in ein völlig neues Licht.

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Wallis Simpson in Schiaparelli/Foto: Courtesy of The Metropolitan Museum of Art, Photograph by Cecil Beaton, Cecil Beaton Studio Archive at Sotheby’s

Übrigens: Zeitgleich zur Ausstellung „Schiaparelli and Prada: Impossible Conversations“ veröffentlicht Prada eine exklusive It-Bag-Kollektion – eine Re-Edition der wichtigsten Taschen der Prada-Historie von 1995 bis 2005 (ausschließlich in New York erhältlich). Und: Das Modehaus Schiaparelli wird in Kürze seine Tore in Paris wieder öffnen, wie Diego della Valle, der das Haus im Jahr 2007 übernahm, vor kurzem verlauten ließ.


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