Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Auf Reisen: Ein Ausflug zur Burg Theben/Devín

Bei uns friert es in den Nächten inzwischen schon kräftig und morgens sind Wiesen und Felder mit Reif bedeckt. Bevor uns die kalte Jahreszeit bald ganz in Beschlag nimmt, möchte ich Euch noch einen wundervollen Ausflug zeigen, den wir im Oktober im Rahmen unseres Bratislava-Trips unternommen haben: Mit dem Bus sind wir von Brati aus zur Burg Devín (Theben) gefahren – eine beeindruckende Festungsanlage über der Donau und ein Höhepunkt unserer Reise!

Die Burgruine Devín (deutsch Burg Theben) thront auf einem hohen Felsen über dem Zusammenfluss der Donau mit der March und gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten Mitteleuropas. Für die Slowaken hat die Anlage eine entscheidende, identitätsstiftende Funktion, denn in den alt-slawischen Ruinenresten sehen sie ihre Wurzeln als eine der slawischen Nationen, die aus dem Großmährischen Reich hervorging. Der Ort liefert die Beweise über die erste Besiedlung des Landes. Uns hat neben der Festungsanlage vor allem die bezaubernde Landschaft rund um die Ruine (samt Schafen und Esel) und der herrlicher Ausblick auf die Donau beeindruckt. Dazu perfektes Wetter – ein Traum!

Wir sind mit dem öffentlichen Linienbus (Nummer 28 oder 29) zur Burg gefahren, in der Hauptsaison gibt es wohl auch die Möglichkeit einer Donauschifffahrt//Die Busse fahren zweimal pro Stunde vom Busbahnhof unter der Novy Most Brücke nach Devín//Bitte kauft Euch das Rückfahrtticket auch gleich beim Tabakstand, denn an der Haltestelle Devín gibt es keinen Fahrkartenautomaten und die Busfahrer nehmen keine Zahlung im Bus an!

Die Burg Devin ist perfekt für einen Ausflug an einem sonnigen Nachmittag//Da wir in der Nebensaison unterwegs waren, waren wir fast alleine auf dem prächtige Anwesen…

… und konnten die Aussicht von oben auf die Donau in Ruhe genießen

Ein Tipp zum Schluss: Wie archäologischen Funde bezeugen, waren die Bewohner von Theben begeisterte Winzer. Man hat auf der Anlage Weingefäße und ensprechendes Werkzeug aus der Keltenzeit gefunden. Nachdem eine ansteckende Krankheit Ende des 19. Jahrhunderts die meisten Weingärten zerstörte, begann Alois Sonntag mit einer Großproduktion von Johannisbeerenwein, der ihm sogar eine Goldmedaille aus Paris einbrachte. Seitdem ist der Devínsky ríbezlák (Thebener Johannisbeerenwein) weit bekannt und kann auch in den Lokalen am Fuße der Burgruine verkostet werden.


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