Tonias Woche: Klischees in der (Mode)-Welt
Wie Ihr vielleicht schon wisst, haben Sybille und ich am Sonntag einen kleinen Abstecher in die bunte Welt der Mode gemacht und uns quer durch Düsseldorfs Ordermesse „Supreme“ bis hin zu den Showrooms einiger Designer und Modefirmen wie St. Emile oder Roeckl vorgearbeitet. Neben den Trends und Mode-Must-Haves für das Frühjahr 2013 (hier will ich aber noch nicht zu viel verraten) ist uns dabei manch’ Ausgeflipptheit ins Auge gestochen, die nur am Rande mit seidigen Schals, eleganten Handschuhen und bunten Kleidern zu tun hat.
Auf einer Modemesse wie der Supreme begegnet einem ein breit gefächertes Publikum, das von Designern und Ausstellern, die ihre neuesten Kollektionen präsentieren, über die Pressefachleute, bis hin zu den Besitzern von Lädchen und Boutiquen reicht. Wahrhaft wundersam mutete es da an, wie manche Geschäftsdame mit Gatten am Ärmel top gestylt durch die Ausstellungsflure stolziert und dabei den Schultermove so perfekt an den Laufschritt angepasst hat, als sei sie bei Altmeister Bruce in die Lehre gegangen. Wohl gänzlich ignorierend, dass sie durch derartige Inszenierung dem allseits bekannten Klischee des elitär begrenzten Modezirkels neue Nahrung einverleibt, oder vielleicht auch gerade deswegen.
Das genaue Gegenteil beweisen überraschenderweise die Designer und Aussteller, die ja das eigentliche Herz der Fashionwelt verkörpern: freundlich, bodenständig, ganz entgegen des geläufigen Bildes vom abgehobenen Künstlertum. So hat sich einmal wieder bestätigt, wie Klischees bestehen oder fallen, aber ihren festen Platz in den Köpfen streitbar behaupten. Also, liebe Geschäftsleute, auch wenn wir Euch dankbar sind, dass Ihr uns jede Saison treu mit den neuesten Trends versorgt, ein wenig Zurückhaltung kommt nie ganz aus der Mode.

Foto: Roeckl
Tags: 3 Städte - 3 Ladys, Düsseldorf, Supreme, Tonias Woche










Juli 30th, 2012 at 12:17
Was auch immer du uns damit sagen willst, es kommt nicht an.
Ich mag euren Blog, er hat ein stimmiges Konzept, er bietet viel Neues, aber dieser Text ist ohne Sinn und zu knapp. Die Besucher sind unsympathisch, die Designer sympathisch, das sind jetzt Klischees?
Also bitte was für Klischees genau und wer erfüllt sie und wer nicht?
Deine Absicht war ganz nett, aber der Text ist echt mal daneben gegangen und wirkt schlampig geschrieben, passt nicht zu euch!
Juli 30th, 2012 at 13:26
Liebe Carolin,
da muss ich Tonia verteidigen: Eine Kolumne ist kein wissenschaftlicher Artikel. Es geht hier nicht darum ausführlich die Pros und Contras von Thesen oder Klischees darzulegen, sondern auf eine kurze, amüsante Weise eine Beobachtung zu beschreiben. Und das ist Tonia gelungen wie ich finde, denn ich habe die Boutique-Damen richtig vor Augen. Selbstverständlich gibt es aber genügend Mode-Laden-Besitzerinnen die diesem Klischee nicht entsprechen. Vielleicht bist Du ja sogar eine von ihnen? :-)
Herzliche Grüße
Dani
Juli 30th, 2012 at 17:40
Ich kann mich Dani nur anschließen. Und ich muss sagen, dass ich das Auftreten so mancher dieser Damen sehr arrogant fand. Allein dieses Gemustertwerden von Kopf bis Fuß mit einem Blick, der jeder Beschreibung spottet! Das gab mir jedes Mal das Gefühl, das ich auf der Messe und in der Mode nichts zu suchen habe. Dieses Gefühl haben weder die Designer noch die Agenturchefinnen und -chefs vermittelt. Sie waren offen und freundlich und jederzeit zu einem Gespräch bereit. Natürlich kann und darf man das nicht verallgemeinern. Aber das hat Tonia in ihrem Artikel auch nicht gemacht.
August 7th, 2012 at 08:56
Ein bisschen off-topic, aber sicherlich interssant für alle, die in Düsseldorf oder Umgebung wohnen: der wunderschöne Antik-Trödelmarkt “Gare du Neuss” direkt hinter dem Neusser Hbf. Dort war letzes Wochenende *Mädelstag* und ein Halle war reserviert für Kleidung, Schuhe, Hüte, Gürtel … eine bunte Mischung von Antik bis modern.