Material-Lexikon: Von Kamelhaar bis Kreidestreifen
Samstag, April 28th, 2012Kamelhaar ist das Flaumhaar der zweihöckrigen Kamele, das ihnen im Frühjahr büschelweise ausfällt. Bedingt durch die Seltenheit wird es häufig mit Schurwolle gemischt. Besonders wertvoll ist das Babyhaar der Jungtiere, da ihr naturblondes Haar ausgesprochen weich und fein ist. Kamelhaar wird meistens in den natürlichen Farben beige/braun verarbeitet. Da es strapazierfähig ist und sehr warm hält, kommt es vor allem bei Mänteln zur Anwendung.
Kaschmirwolle ist eine feine und sehr weiche Faser, die durch Kämmen aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewonnen wird. Pro Tier werden ca. 150 Gramm gesammelt und nach Farben sortiert. Dementsprechend ist Kaschmir eine der wertvollsten und teuersten Naturfasern und wird häufig mit Merinowolle oder anderer Schafwolle gemischt. Wichtigste Erzeugerländer sind China, die Mongolei, Iran und das mittelasiatische Hochland (Pamir). In Deutschland muss ein mit Kaschmir bezeichnetes Produkt einen Anteil von mindestens 85 % Kaschmirfasern beinhalten. Waren mit Kaschmiranteil sollen einen Mindestgehalt von 14,5 % Kaschmirfasern aufweisen. Nur Produkte aus reinem Kaschmir dürfen die Bezeichnung 100 % Kaschmir tragen.
Kammgarn ist ein aus Wolle, Baumwolle oder Chemiefasern gesponnenes Garn mit einer glatten, glänzenden Oberfläche. Es entsteht durch Kämmen des Rohmaterials, wobei die kurzen Faserstücke und Verunreinigungen wie Noppen oder Nissen entfernt werden. Es ist also ein „ausgekämmtes“ und daher hochwertiges Garn. Kammgarne werden vor allem für Strick- und Webwaren, Strumpfartikeln, aber auch zunehmend für Funktionstextilien verwendet.
Kattun ist ein mittelfeiner Baumwollstoff, der hauptsächlich für Schürzen und leichte Sommerbekleidung genutzt wird.
Kid-Mohair >Mohair
Kreidestreifen sind verschwommene helle Längsstreifen auf Flanell-Wollstoffen, die vor allem für Anzüge verwendet werden. Sie sind nicht so fein wie >Nadelstreifen.








