Freitagsfund: Die schönsten Uhrenboxen

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Seitdem ich eine alte Glashütte-Uhr von meiner Großmutter geerbt habe, denke ich über die Anschaffung einer Uhrenbox nach. Ich muss zugeben, dass ich derlei Behältnisse bislang immer für überflüssigen Schnickschnack gehalten habe. Meine Uhren lagerten entweder auf meinem Schmuckteller oder in ihren jeweiligen Boxen im Schrank. Eine Uhrenbox ist jedoch praktisch, da die Armbanduhren vor Lichteinfluss, Nässe und Abnutzung durch Abrieb geschützt sind und gleichzeitig toll zur Geltung gebracht werden können. Ich habe ein paar besonders schöne Varianten namhafter Hersteller für Euch zusammengetragen und aufgelistet.

Von der kleinen Schatulle bis zum mehrstöckigen Koffer

Die meisten Uhrenträger besitzen mehr als eine Uhr. Eine Uhrenbox ist der perfekte Ort für die Uhren, die gerade nicht am Handgelenk getragen werden. Vor allem wertvolle Uhren werden in den Schatullen stilvoll, edel und sicher verwahrt – viele Uhrenkästen sind mit einem Schloss versehen. Untergebracht werden können je nach Ausführung bis zu 30 Uhren. Kleine Ausführungen sind auch für die Reise geeignet, die mehrstöckigen Koffer richten sich eher an Uhrensammler. Als Materialien kommen vor allem Leder, Holz (Mahagoni- und Wurzelhölzer), Glas und Carbon zum Einsatz; Die Uhren liegen meistens weich auf Samt gebettet.

Der Marktführer: Wolf Designs

Mein Favorit ist das Unternehmen Wolf Designs, das schon seit dem Jahr 1834 besteht – inzwischen schon in der fünften Generation (siehe Abbildung oben). Gegründet wurde es durch den deutschen Silberschmied Philip Wolf, der nebenbei schöne Kästen herstellte, um seinen Silberschmuck auf eine attraktive Weise zu präsentieren. Seine Enkel Phillip und Ernst haben die Kunst des Kastenbaus für Uhren und Schmuck übernommen. Phillip Wolf der IV. schließlich ging 1962 nach England und gründete dort das Label Wolf Designs. Preislich liegen die qualitativ hochwertigen Schatullen zwischen 100 und 200 Euro.

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Die DeTomaso-Uhrenboxen sind der ideale Aufbewahrungsort für Luxus-Uhren. DeTomaso war ein Bestandteil des italienischen Automobil-Konzerns, der 1959 gegründet wurde und hauptsächlich Sportwagen wie auch andere Luxusgüter herstellte.

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Das Unternehmen LeMans wurde im Jahr 1975 im österreichischen St. Veit von den Brüdern Norbert und Alfred Riedel gegründet. Der Name nimmt Bezug auf das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Die Uhrenboxen werden handgearbeitet, bestehen aus einem hochwertigen Holz und schwarzem oder weißen Klavierlack.

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Von außen sind sie dank des edlen Echtholz-Furniers schön anzuschauen, beim Blick ins Innere der Hermann Jäckle Uhrenboxen punktet die hochwertig ausgelegte Polsterung. Die einzelnen Modelle sind mit bayerischen Städtenamen versehen. Sammler bevorzugen übrigens häufig Uhrenboxen mit Glaseinsätzen wie diese, damit ihrer schönsten Stücke gut sichtbar sind.

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Schon seit über 150 Jahren ist das Unternehmen Sacher in der Branche aktiv und vertreibt mittlerweile seine Produkte erfolgreich in 42 Ländern. Bei den schönen Uhrenboxen handelt es sich um deutsche Handarbeit aus Annaberg-Buchholz im Erzgebirge.

Bild-Credits: Uhrenbox.org
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4 Antworten zu “Freitagsfund: Die schönsten Uhrenboxen”

  1. Bianca Sagte:

    Wir haben zu Hause auch eine Box von Hermann Jäckle. Zwar besitze ich nur eine Uhr, aber mein Freund sammelt dafür umso mehr schöne Uhren und die Kästen mit Glaseinsatz finde ich persönlich immer am schönsten.
    Viele Grüße Bianca

  2. Karina L. Sagte:

    Und was mache ich mit meinen Automatikuhren? Die laufen bis die Gangreserve aufgebraucht ist und dann liegen die in der Kiste rum. Gerade mechanische Uhren müssen immer laufen gehalten werden. Das war für uns der Grund in einen skalier- und erweiterbaren Uhrenbeweger zu investieren.
    Irgendwann muss man sich die Frage stellen wie man seinen ganzen Schmuck und die Uhren gegenüber der Versicherung lagern will, bzw. lagern muss. Ab einem bestimmten Versicherungswert ist der Inhalt einer kleinen Holzbox und diverser Schachteln im Schrank halt nicht mehr versichert. Viele Schmuckstücke haben einen nicht unwesentlichen emotionalen Wert, Omas Perlenkette, Opas alte Armbanduhr, wenig Versicherungswert, hoher emotionaler Wert. Als wir an dem Punkt angekommen waren haben wir uns die Kleinigkeit von mehreren hundert Kilo Panzerschrank in das Haus einbauen lassen. Die Aufbewahrungsboxen sind ja ganz nett, nur haben Langfinger dann alle Wertgegenstände kompakt und zentral an einem Ort und müssen wenig suchen. In dem Fall zahlt auch keine Versicherung. Sagt einem leider keiner im Vorfeld.

  3. Karina L. Sagte:

    Ich zitiere mal:

    „Vor allem wertvolle Uhren werden in den Schatullen stilvoll, edel und sicher verwahrt – viele Uhrenkästen sind mit einem Schloss versehen. Untergebracht werden können je nach Ausführung bis zu 30 Uhren. Kleine Ausführungen sind auch für die Reise geeignet, die mehrstöckigen Koffer richten sich eher an Uhrensammler.“

    Aus meiner Sicht ist das Unsinn und falsch. Definiere bitte wertvoll. Gute und über die Zeit wertvolle bzw. halbwegs wertstabile Uhren fangen bei ca. 5’000EUR/Stück an, alles darunter ist beliebige Massenware. Wertvoll ist das was aktuell in Basel auf der Baselworld in Halle 1 im Erdgeschoss gezeigt wird.
    Sicher sind Uhren in einem Panzerschrank von >1000kg, Wand und Bodengedübelt, alles andere ist per Definition nicht sicher, da Portable und entwendbar.
    Uhrensammler, also ernsthafte Sammler, haben nicht unwesentliche monetäre Werte lagernd. Ich kenne keinen ernstzunehmenden Uhrensammler der auf Holzkisten mit einem Schloss vertraut was kein Schloss ist. Keine Versicherung zahlt für eine derart dilettantische Aufbewahrung.

  4. Sabine S. Sagte:

    Ich habe eine. Tresor, der 300 kg wiegt, und mit Spezialgerät angeliefert wurde. Er ist nicht portabel, da eine Spezialapparatur für die Treppe sicherlich nicht in einem Einbrecherkoffer lagert. Der Uhrenbeweger ist auf Batterie. Er lagert im Panzerschrank. Vorher war er ausgestellt aus Wurzelholz mit Glas, aber da machte die Versicherung nicht mehr mit. Es gibt halt zu viele Einbrecher. Aber so eine schöne Dose im Tresor ist auch nett.
    LG
    Sabine

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