Ab und zu macht sich Frauchen Gedanken um meine Zukunft. Ich soll meine Zeit auch mal sinnvoll verbringen, sagt sie. Ganz schön anspruchsvoll. Meine Familie meint, dass ich eine Jagdhundausbildung machen könnte. Och – ich weiß nicht. Ich finde es ja sehr nett, mal hinter Vögeln oder Hasen herzurennen, aber mehr Arbeit muss ich mir damit nicht machen. Außerdem mag ich keine fremden Federn im Maul.

Drogenspürhund wäre auch was, meint meine Familie. Ach nein, wo ich doch schon den Geruch von Zigaretten furchtbar finde. Im Moment überlege ich allerdings, eine Karriere im Baugewerbe anzustreben. Ich buddele für mein Leben gerne und habe schon erfolgreich mehrere Lichtkabel im Garten ausgegraben. Wenn das mal keine idealen Voraussetzungen sind! Hmmm – aber wenn ich es mir so recht überlege: Ich glaub ich werde Lebedackel – ganz wie mein großes Vorbild Lump, der Dackel von Picasso –  und genieße das Leben, faulenzen in der Sonne, lecker essen und schön gestreichelt werden! Wer muss da schon arbeiten! Und was macht Ihr so?

Euer Emil


2 Kommentare
  • Sandra T. sagt:

    Lieber Kumpel Emil,

    … in meiner Sturm- und Drangzeit – die lange währte – habe ich auch alles ausprobiert, was mit Arbeit, Denken, Rennen zu tun hatte: Agility, Obedience, Tricks, Schafe hüten. Das waren tolle Zeiten mit Frauchen und mir und wir sind immer mehr zu einem guten Team geworden!

    Jetzt – im Alter von fast 11 Jahren – habe ich mich auch ein bißchen von dem Jung-Gemüse zurückgezogen und genieße mein Dasein als Lebedame und Bürohund im Status einer Beauftragten für Datenschutz und Sicherheit ;o)

    Einmal wöchentlich halte ich eine große Hunde-Spazier-Gruppe als Gouvernante unter Aufsicht; ich finde das genügt.

    Für Dich ist es aber wirklich angebracht, Dir erst mal einen bodenständigen Beruf zu suchen, bevor Du Lebe-Hund wirst !

    Viel Spaß beim heiteren Berufe-Wählen
    wünscht Dir
    Luna
    (die auch heute noch alle Tricks beherrscht
    und von ihrer ehemaligen Tierheim-Vermittlerin
    bescheinigt bekam, dass sie ‚Abitur‘ habe ;o)

  • Benno sagt:

    Hallo Emil,

    für mich wäre ein Leben als „Lebehund“ nichts. Ich würde mich da schrecklich langweilen und mir dann irgendwelche Beschäftigungen suchen, die mein Frauchen und Herrchen nicht so toll fänden. Außerdem mag ich meinen Job. Ich bin nämlich Therapiehund. Daher darf ich mein Frauchen auch jeden Tag in die Klinik begleiten und mit ihren Patienten arbeiten. Die freuen sich immer schrecklich, wenn sie etwas mit mir machen können und meine Tricks sehen. Außerdem gibt es dann immer gaaanz viel Futter. Und wenn ich ganz fleißig bin, kann ich vielleicht auch mal meinen Doktor machen so wie mein Frauchen :)!

    Liebe Grüße

    von Airedale Benno

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