Designer-Entdeckung: Magdalena Adrianes Kleider

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In unserer Rubrik „Designer-Entdeckung“ stellen wir Euch junge Modemacher vor, die Ihr vermutlich noch nicht kennt, die sich aber hinter den großen Marken nicht zu verstecken brauchen. Denn die kleinen Labels punkten durch gute Qualität, herausragende Kreationen und vor allem durch viel Herzblut. Das österreichische Label Magdalena Adriane ist ein weiterer Schatz unter den jungen Modemarken. Ich besuchte die gleichnamige Designerin in ihrem Wiener Atelier und ließ mich vor Ort von den wunderschönen Kleidern bezaubern. von Nastasia

Schon auf der vergangenen Vienna Fashion Week habe ich mich in die märchenhaften und doch zugleich klassischen Ballroben und Abendkleider der 28-jährigen Designerin Magdalena Adriane Toth verliebt. Die hochwertigen Stoffe, die exquisiten Schnitte sowie das glamouröse Design machen die Kleider zu einem wahren Mädchentraum. Dass sie Frauen mit ihren Gewändern einmal verzaubern möchte, wusste Magdalene Adriane Toth schon von klein auf. Zielstrebig lernte sie nach ihrer Schulausbildung die Schneiderei an der Wiener Meisterklasse für Mode und absolvierte einen Master Arte della Moda an der Accademia Italiana in Florenz. Danach arbeitete sie längere Zeit für den italienischen Star-Designer Roberto Cavalli in Italien, bevor sie sich vor drei Jahren mit dem Label Magdalena Adriane selbständig machte.

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Mittlerweile sind ihre Kleider auf den Catwalks in New York sowie auf der Modemesse Bread & Butter in Berlin zu sehen/Foto: Magdalena Adriane

Viele der Kleider, die Ihr z.B. bei nelou.com kaufen könnt, werden von Magdalena Adriane noch selbst von Hand genäht. Daneben bietet die fröhliche Wienerin auch Maßanfertigungen an oder arbeitet Kleider ihrer Kollektionen nach Kundenwunsch um. So könnt Ihr nicht nur mit dem Design der Kleider, sondern auch mit den Materialien spielen. Manche teure Ballrobe aus Seide wurde auf diese Weise schon zu einem preiswerteren Schnäppchen aus Baumwolle. Auf meiner letzten Reise in die österreichische Hauptstadt lud mich die herzliche Designerin in ihr kleines Atelier in der Ferrogasse im 18. Wiener Bezirk ein. Dort nahm sie sich trotz eines Großauftrags für eine Hochzeit viel Zeit für mich und zeigte mir jedes ihrer wunderschönen Teile. Was sie mir außerdem noch verriet, könnt Ihr im 5-Fragen-Interview nachlesen.

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Das Kleid „Lolipop Flower“ (ca. 400 Euro) ist einer meiner absoluten Lieblinge. Denn: Es sind zwei Kleider in einem. Der untere, bodenlange Teil ist abnehmbar und es bleibt ein kurzes, enganliegendes Kleid. So könnt Ihr an einem Abend gleich zwei Tanzflächen erobern: den eleganten Ball mit dem langen Kleid, die anschließende Disco mit dem Kurzen.

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Ist das Kleid nicht traumhaft? Das Confiture Demure Dress (ca. 400 Euro) hat mich gleich verzaubert.

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Im Interview: Die wunderbare Designerin Magdalena Adriane Toth in ihrem Wiener Atelier.

1. Frau Toth, was fasziniert Sie an Mode?

Die Stoffe und Schnitttechniken. Mich fasziniert, dass man aus diesen wahnsinnig tollen Stoffen, die man irgendwo auf der Welt findet und mit nach Hause nimmt, etwas Neues kreieren kann.

2. Was haben Sie bei dem berühmten italienischen Designer Roberto Cavalli gelernt?

Alles. Wie ich mit einer Kollektion zu beginnen habe bis hin zur Planung der großen Shows in Mailand. Ich war mit in der Produktion, durfte ein bisschen zeichnen, entwerfen, in der Buchhaltung mithelfen. Das war faszinierend. Ihn selbst habe ich auch einmal getroffen. Er ist sehr lustig und charmant.

3. Was ist der Trend für dieses Frühjahr und den kommenden Sommer?

Es gibt ja solche Trendbücher, hinter denen riesige Firmen stehen und mit denen die Designer beliefert werden. Die kosten rund 1500 Euro pro Saison und die dort gezeigten Trends machen dann alle nach. Also diesen Sommer sind beispielsweise die helleren Farben sowie Pünktchen und Muster Trend. Eigentlich wie letztes Jahr. Das ist aber nicht meins. Ich kreiere einfach solche Kleider, die ich selber gern trage und hoffe, dass es auch anderen gefällt. Diese Saison gefällt mir zum Beispiel Spitze sehr gut.

4. Was ist das „A und O“ eines gepflegten Abendoutfits?

Das Kleid darf nicht zu eng sein. Es muss angenehm sitzen und darf nicht einschneiden. Speckröllchen sehen einfach nicht schön aus. Das Kleid muss außerdem bodenlang sein und nicht zu viel Ausschnitt zeigen.

5. Welches Kleidungsstück macht aus einer Frau eine Lady?

Das kommt gar nicht so auf das Kleidungsstück an, sondern auf die Persönlichkeit. Ich sehe oft Frauen auf der Strasse, die eine besondere, ladylike Ausstrahlung haben, ohne ein besonderes Kleid dabei zu tragen. Aber natürlich, wenn die Dame dann noch ein wunderschönes, figurbetontes Kleid anhat, vielleicht auch mit einer Korsage – dann ist sie meine perfekte Lady.

Liebe Frau Toth, ich danke Ihnen herzlich für das interessante Gespräch und den schönen Abend in Ihrem Atelier!

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2 Antworten zu “Designer-Entdeckung: Magdalena Adrianes Kleider”

  1. Sybille Sagte:

    Liebe Nastassia,

    das ist mal wieder eine wunderbare Entdeckung.

    Vielen Dank dafür
    Sybille

  2. Mareike Sagte:

    Was für wunderschöne Kleider. Ich bin ganz verzaubert.

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