Annas Woche: Ein Umzug und seine Folgen

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Es ist es leider so weit: Mein Praktikum in Wien ist zu Ende. Schweren Herzens musste ich letzte Woche meine Koffer packen und zurück nach Deutschland reisen. Schlimm genug, dass ich Wien verlassen muss. Die Stadt ist mir in den vergangenen Wochen und Monaten sehr ans Herz gewachsen. Nein, eine weitere Sache ließ mich erschaudern: All meine Habseligkeiten in Kisten zu verpacken und anschließend wieder auszupacken.

Nach 2 Jahren in Bonn und Wien bin ich nun vorerst wieder bei meinen Eltern in Wiesbaden eingezogen. Während der letzten Jahre diente mir mein altes Kinderzimmer als Zwischenlager. Alle Dinge, die ich nicht brauchte oder nicht mitnehmen konnte, waren dort untergestellt. Nun aber bin ich zurück und möchte mein Zimmer wieder so herrichten, dass ich mich wohlfühle. Das stellt sich allerdings als gar nicht so einfach heraus. An den Wänden hängen alte Bilder und Poster, mit denen ich nichts mehr anzufangen weiß. In den Schränken stehen Schulbücher und Romane, deren Existenz ich vollkommen verdrängt hatte. Doch das schlimmste Übel befindet sich in meinem Kleiderschrank.

Aufgrund des geringen Platzes ist nie der gesamte Kleiderschrank in meine Studentenwohnungen gezogen. Jetzt, nach über 2 Jahren, habe ich zum ersten Mal wieder alle Kleider an einem Ort – und ich bin schockiert. Mir fallen Teile in die Hände, von denen ich mich frage: „DAS hatte ich früher mal an?“ Unglaublich wie sich mein Modestil gewandelt hat. Vor nicht allzu langer Zeit trug ich bunt zusammengewürfelte Kleidungsstücke, heute stimme ich alles farblich aufeinander ab und lege großen Wert auf gute Qualität. Wo früher schrille Shirts und zerrissene Jeans waren, sind heute Blusen, Cardigans und Stoffhosen. Auffällige Ketten und klimpernder Armreifen sind Perlenohrringen und Paschminaschals gewichen.

Nach einem Tag harter Arbeit habe ich meinen Schrank auf Vordermann gebracht, ausgemistet und farblich sortiert. Blieb die Frage, was ich mit den übrig gebliebenen Sachen mache. Ein paar Stücke werde ich wohl verschenken oder auf dem Flohmarkt verkaufen. Einzelne Teile hebe ich auf, als Erinnerungsstück. Einiges muss ich aber ganz schnell heimlich entsorgen, damit niemand sieht, was ich da anhatte. Wie sieht es bei Euch aus: Habt Ihr auch noch Jugendsünden im Schrank oder räumt Ihr Euren Schrank regelmäßig auf?

Eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch. Liebe Grüße Anna.

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7 Antworten zu “Annas Woche: Ein Umzug und seine Folgen”

  1. S.G. Sagte:

    Das ist wirklich ein sehr schöner Artikel!
    Ich sortiere meinen kompletten Kleiderschrank zu jedem Saisonwechsel um und habe dabei eine goldene Regel: “Alles, was ich die letzten 2 Jahren nicht getragen habe, werde ich auch in Zukunft nicht tragen.” Alles, was unter diese Kategorie fällt, wird entweder verschenkt oder kommt der Bethel-Sammlung unserer Gemeinde zugute, die praktischerweise immer im Frühjahr und Herbst stattfindet.

    Bei wirklich schrecklichen Fehlkäufen hat man als Rheinländerin immer den Vorteil, dass man alles zu Karneval recyclen kann.

    Männerkleiderschränke sind übrigens meistens voll mit gruseligen Jugendsünden (Stichwort: verwaschene Motto-T-Shirts aus den 90ern).

  2. Constanze Sagte:

    Liebe Anna, liebe Mädels (und Kerls)

    ein schöner Artikel, den wohl jede Frau auf sich beziehen kann. :)

    Zum Thema Männersünden und Shirts aus den 90ern fällt mir ein Freund ein, der seine uralten, verwaschenen und ZERISSENEN Shirts über einem anderen trägt, damit er sie überhaupt noch anziehen kann… ja ja Männer… achja tagsüber ist dieser Mann ein Anzugträger und er trägt sie mit Stil. :)

    Alles Liebe

    Constanze

  3. Anita Sagte:

    Liebe Anna,
    ich kenne dein Problem, muss aber zugeben, dass es mir zum Glück nicht (jetzt nicht mehr) so geht, da ich bei meinen Eltern kein Kinderzimmer mehr habe – sie sind als sie in Rente gegangen sind aus unserer alten Wohnung ausgezogen, der Moment in dem mich genau dein Problem traf ist also nur zwei Jahre her. Ich habe damals einiges in die Altkleidersammlung gegeben, anderes weggeworfen, und die Gedanken à la “oh Gott habe ich wirklich sowas mal getragen”, ja die kenne ich nur zu gut – wir alle wahrscheinlich ;-)
    Natürlich habe ich auch jetzt noch Dinge in meinem Schrank, die eher “Schrankleichen” sind, einiges verkaufe ich dann bei Kleiderkreisel, kennst du das? Sozusagen ein Flohmarkt/Tauschbörse für Kleidung, die man nicht mehr möchte, wirklich zu empfehlen!
    Alles Liebe, Anita

  4. Dani Sagte:

    Ich habe recht wenig Fehlkäufe in meinem Kleiderschrank, da ich schon beim Kauf immer darauf achte, dass sich die Teile untereinander kombinieren lassen. Trotzdem muss mein Schrank ab und an durchsortiert werden, weil einige Teile einfach zu alt und deshalb nicht mehr tragbar sind. Wenn ein gutes Teil doch mal zur “Schrankleiche” wird, kommt es zu Ebay.

    Früher war das natürlich etwas anderes. Weihnachten stöbere ich immer mal wieder gerne in den Kisten auf dem Dachboden meiner Eltern, und was da alles zum Vorschein kommt: eine orangene Kord-Schlaghose, rosa Chucks, ein Kurt-Cobain-T-Shirt… Ich schreibe lieber nicht weiter. :-)

  5. Anna Sagte:

    Hallo ihr Lieben,

    danke für eure netten Einträge. Ich habe mittlerweile wirklich alles verstaut und jede Menge ausgemistet. Wenn ich ehrlich bin, waren einige Teile auch vor 2 Jahren schon “Schrankleichen”, damals habe ich es aber einfach nicht übers Herz gebracht, sie wegzugeben. Heute bin ich radikaler :-)

    Und Dani: Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie du mit rosa Chucks aussiehst :-)

  6. Sybille Sagte:

    Also ich finde die Vorstellung von Dani im Kurt-Cobain-T-Shirt sehr spannend! Und eine orangene Schlaghose hatte ich auch. Mal davon abgesehen, liebe ich es, meinen Kleiderschrank aufzuräumen und zu sortieren. Was mir nicht mehr passt (ja, auch das kommt leider vor), bringe ich in den Secondhand-Shop meines Vertrauens. Für das Kaufen von Kleidung habe ich mir mittlerweile folgende Strategie zurecht gelegt: Mitgenommen wird nur das, was wirklich ein Lieblingsteil werden könnte.

  7. Constanze Sagte:

    Ladys, ich wünsche mir wirklich Fotos!!! :)

    Dani in orangener Schlaghose (hatte ich übrigens auch :) ) und dazu rosa Chucks (habe ich noch und liiiiiiiiebe sie) und das Kurt-Shirt. Dani, das wäre das perfekte Hubland-Outfit. Natürlich mit HD kombiniert.

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