Ich gebe zu, ich bin überhaupt kein Stadtmensch. Eigentlich bin ich sogar ein gefühltes Landei. Die Entscheidung nach Berlin zu ziehen, fiel mir daher äußerst schwer. Ausgerechnet Berlin, die einzige richtige Großstadt, die wir in Deutschland haben. Aber was macht man nicht alles für die Liebe? Nach vier Jahren, die wir nun in Berlin leben, habe ich mich mit der Stadt arrangiert und durchaus ein paar schöne Plätze entdeckt. In dieser neuen Lady-Blog Reihe möchte ich Euch mitnehmen an die Orte, die mir das Leben in der Großstadt versüßen. von Alexandra

Berlin ist groß, unübersichtlich und sehr voll. Ich möchte aber nicht unfair sein, ich kann auch sehen, warum die Stadt sehr attraktiv für viele Menschen ist. Das kulturelle Angebot ist so vielfältig, dass man fast schon ein schlechtes Gewissen hat, wenn man abends auf der Couch sitzen bleibt. Das Touri-Programm kann ich Euch runterbeten: einmal Brandenburger Tor, Holocaust-Mahnmal, Siegessäule, Mauer Gedenkstätte, East-Side Gallery und zum Abschluss schnell noch ins KaDeWe. Ich entdecke aber auch immer wieder außergewöhnliche Ecken.

Mein erster Tipp für Euch ist die Villa des Malers Max Liebermann am Wannsee.

Um die Liebermannvilla zu erreichen, muss man ein bisschen Zeit mitbringen – aber es lohnt sich sehr! Der deutsche Maler Max Liebermann erstand 1909 das Grundstück mit direktem Zugang zum Wannsee und ließ sich dort ein Sommerhaus bauen. Dort verbrachte er gemeinsam mit seiner Frau, Tochter und Enkelin die im 19. und 20. Jahrhundert weit verbreitete „Sommerfrische“. Doch nicht nur die Villa ist sehenswert: Wenn ein Mann wie Max Liebermann ein Haus bauen lässt, dann bleibt auch der Garten nicht dem Zufall überlassen.

Es gibt zwei Gartenbereiche. Zur Straße hin liegt ein großer und wunderschöner Küchen- und Gemüsegarten, der auch immer noch als solches gepflegt wird. Die Ästhetik von Kohl, Bohnen, Kürbis und Salat ist nicht von der Hand zu weisen. Die andere Hälfte des Gartenabschnittes ist im Sommer gefüllt mit einem farbenfrohen Blütenmeer aus Sommerblumen und Staudenbeeten wie Pfingstrosen und Stockrosen. Der zum See gelegene zweite Gartenteil besteht aus einer großen Rasenfläche, die von drei Heckengärten und dem berühmten Birkenhain begrenzt wird.

Die Liebermann Villa ist mit Sicherheit kein absoluter Geheimtipp, aber es ist ein Ort, der so inspirierend schön ist, dass man ihn gesehen haben muss. Im Haus gibt es wechselnde Ausstellungen mit Bildern des Künstlers.

Ich persönlich weiß gar nicht, welchen Teil ich schöner finde. Die unerschöpfliche Blütenpracht des Blumengartens oder die klare Eleganz des Birkenwäldchens, durch das der Weg runter zum See führt und das der Maler in zahlreichen Bildern festgehalten hat.

Da sich die Gesellschaft, die das Haus und da Grundstück restauriert und rekonstruiert hat, durch Spenden finanziert, konnte der Garten nur Stück für Stück wiederhergestellt werden, sodass erst vor wenigen Jahren der Steg auf den Wannsee und ein kleiner Pavillon errichtet werden konnten.

In die Liebermann-Villa fahre ich immer wieder gerne, um ein bisschen Natur aufzusaugen und Luft zu schnappen. Selbst an heißen Sommertagen weht vom See eine leichte Brise und die großen alten Bäume, die auf dem Grundstück stehen, spenden so viel Schatten, dass man die Hitze gar nicht mehr spürt.

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6 Kommentare
  • Dani sagt:

    Liebe Alex,

    da hast du aber einen schönen Ort für den ersten Beitrag zur Reihe ausgesucht! Ich liebe die Liebermann-Villa. Gehört für mich zum Pflichtprogramm für (fast) jeden Berlinbesuch. Und die Bilder der Reiter am Meer von Liebermann zählen für mich zu den schönsten Motiven überhaupt.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Sybille sagt:

    Die Liebermann-Villa ist einfach traumhaft. Und diese Lage! Ich liebe sie auch sehr.

    Lieben Gruß
    Sybille

  • Anna – Salon Stories sagt:

    Liebe Ladys,

    erst einmal möchte ich sagen, dass mir euer neues und luftiges Design sehr gut gefällt! :-)
    Die Berlin-Reihe finde ich auch ganz klasse und ich freue mich auf weitere Tipps, da ich regelmäßig in der Hauptstadt bin. Einzig möchte ich erwähnen, dass Berlin nicht die einzig wirkliche Großstadt in Deutschland ist. Sagt das mal bitte keinem Münchner, Hamburger, Kölner oder Frankfurter.

    Herzliche Grüße aus … Frankfurt …
    Anna

  • Katja sagt:

    Ich mag die neue Berlin-Reihe auch sehr. Auch das Design des Blogs gefällt mir. Aber schade, dass das hübsche Regenschirm-Logo nicht mehr da ist.

  • Dani sagt:

    Liebe Katja, das ist nur ein vorübergehendes Logo, wir versuchen das Schirmchen wieder irgendwie zu integrieren!

  • Alexandra Z. sagt:

    Liebe Anna,

    da ich selbst im Großraum Frankfurt aufgewachsen bin und in Frankfurt studiert habe und mein Mann aus München stammt, kann ich aus der Erfahrung und Perspektive nur sagen: Im Vergleich zu Berlin ist Frankfurt für mich eine putziges Dorf ( nicht falsch verstehen, ich liebe Frankfurt <3 ) und München eine sehr hübsche Stadt. Und dabei geht es gar nicht um den mondänen Flair, den Frankfurt und München eigentlich viel mehr haben als Berlin; es geht um die Dimensionen. Wir haben viele große Städte in Deutschland, aber ich finde, nur einen richtigen Großstadtdschungel. Aber wenn man natürlich nach Einwohnerzahlen geht, dann sind Hamburg, München und Köln als Millionenstädte auch als absolute Großstädte zu bezeichnen!

    Liebe Grüße
    Alexandra

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